Vor nicht allzu langer Zeit habe ich in meiner Lieblingszeitschrift Glamour über das Orangenpapiermuseum im niedersächsischen Salzgitter gelesen. Weil ich selbst einige solcher Exemplare zum Basteln zu Hause habe, warf ich einen Blick auf die Homepage des Museums – und blieb eine ganze Weile hängen. Dirik von Oettingen, der Museumswärter von Opium (OrangenpaPIermuseUM), ist leidenschaftlicher Orangenpapiersammler und gesteht „Ich bin inzwischen so weit, dass ich das Papier durch die Maschen der Orangennetze zupfe.“ Die 40 000 ausgestellten Exponate sind allesamt kleine Kunstwerke. Das erste Papier wurde wahrscheinlich um 1850 bemalt. Sehr viele stammen aus den 1920ern, als die Orange als extravagante Dessertfrucht galt. Laienkünstler malten die Bilder auf dünnstes Papier, das die Früchte vor Stössen und Fäulnis beim Transport schützen sollte. Wer sich interessiert: Dirik von Oettingen hat sein Wissen in einem Buch mit dem Namen „Die Welt auf der Orange“ gebündelt.

Fotos: www.opiummuseum.de

Tagged: Archive, Deutschland

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