Der Film „Cool Runnings“, Reggae und die Lebensfreude der körperbewussten Sprinter der Sonneninsel sind seit Usain Bolt präsente Fernsehbilder. Es muss doch etwas dran sein an Harry Belafontes „Island in the Sun“ – also warum nicht einmal Urlaub auf Jamaika machen?

Tatsächlich schwärmte schon Kolumbus 1494 über die Schönheit der Insel, denn Jamaika ist viel mehr als nur ein langer Palmenstrand. Eine vielseitige Landschaft und weitgehend ursprüngliche Flora und Fauna kennzeichnen die drittgrösste Karibikinsel.

Hinter den traumhaften Stränden warten Palmenhaine und eine üppige bunte Vegetation auf Entdeckung. Das Binnenland ist geprägt von den weiten Plantagen und tropischen Wäldern mit fantastischen versteckten Wasserfällen. Ein wieder ganz andere Vegetation erlebt man im Osten der Insel im Gebiet der bis auf 2166 Meter Höhe aufsteigenden blue Mountains, den in der Karibik einmaligen Blauen Bergen. Bananen- und Kaffeeplantagen findet man dort und einen der besten Kaffees auf Erden. Dazu kann man sich in glasklaren Flüssen erfrischen und tolle Wanderungen machen. Genauso wildromantisch ist die Karstlandschaft im Nordwesten der Insel.

Foto: WikimediaCommons; Chaoleonard.

Die Küsten des Südens verwöhnen mit menschenleeren Sandstränden, die oft hinter dem üppigen Mangrovendickicht verborgen sind. Nirgends ist die Vegetation auf Jamaika üppiger als an der Ostküste um Port Antonio herum. Hier findet man noch typisch karibische Dörfer und Kleinstädte mit knallbunten Hütten, Häusern und Märkten – Karibikfeeling pur mit dem typischen „soon come“ lässt alles relaxter angehen. Dort ist es nicht weit nach Kingston, in die Hauptstadt Jamaikas. In Kingston jagt ein Musikfestival das nächste, und Bob Marley, die Ikone des Reggaes, ist allgegenwärtig und scheinbar unsterblich. Kaum eine Plakatwand kommt ohne sein Konterfei aus.

Und dann sind da noch die Traumstrände Jamaikas, allesamt feinsandig und von Palmen gesäumt. Am Westende Jamaikas liegt der elf Kilometer lange Palmenstrand von Negril hinter dem türkisfarbenem Meer. Aus dem einstigen Hippie-Treff ist ein Dorado sonnenhungriger Touristen aus Europa geworden mit vielen Hotels. Die Schönheit hat darunter nicht einmal gelitten, dafür ist das Nachtleben turbulenter als in den 1979er Jahren.

An der Discovery Bay ganz im Norden Jamaikas ging einst Kolumbus an Land; darüber informiert das nahe Freilichtmuseum Columbus Park. An der Discovery Bay und der benachbarten Runaway Bay findet man zwischen malerischen Fischerdörfern traumhafte lange Sandstrände. Auch die Tropfsteinhöhlen Green Grotto Cave und Runaway Caves mit ihren Kilometer langen Höhlengänge versprechen abenteuerliche Erkundungen.

Die Montego Bay ist zweifellos die am meisten besungene Ferienbucht der ganzen Karibik. Der gleichnamige Ort ist die zweitgrösste Stadt Jamaikas und die Ferienhochburg auf Jamaika. Der Andrang verteilt sich auf drei Strände. Der Walter Fletcher Beach liegt in Innenstadtnähe, der Cornwell Beach und der Doctor’s Cave Beach schliessen sich an. Allen drei Stränden gemein ist der Schutz durch die vorgelagerten Korallenriffe mit ihrer bunten Unterwasserwelt.

Der Doctor’s Cave Beach hat das klarste Wasser der Montego Bay. Foto: WikimediaCommons; Ezhiki.

Das Nachtleben ist rege in Montego Bay mit tollen Open-Air-Discos und dem Pier 1, der Partybühne am Wochenende, auch ein Besuch der Hip Strips darf da nicht fehlen. Doch auch tagsüber gibt es einiges zu sehen in Montego Bay, etwa das Denkmal des Nationalhelden Samuel Sharpe oder die St. James Parish Church und das Herrenhaus einer Zuckerplantage sowie das Town House. Alle diese Kolonialbauten stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Immer verführerisch zum Geldausgeben ist ein Shoppingbummel rund um die Gloucester Avenue.

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