Frankreich – das Paradies aller Schlemmer, Gourmands und Gourmets, das Mutterland der Haute Cuisine! Wer nach Frankreich fährt, weiss, dass er dort für ein Essen in einem Mittelklasse-Restaurant mehr ausgeben muss als in Hamburg oder Zürich, das hat der Beliebtheit Frankreichs als Urlaubsland dennoch nie geschadet.

Doch Geniessen kann sich durchaus mit Sparen vertragen, solange man nach dem Motto verfährt: Wenn schon, denn schon! Also: Lieber einmal richtig schlemmen als zweimal drittklassig essen! Wir zeigen, wie man in Frankreich beim Essen Geld sparen kann.

Ein solches Mahl gehört zum Urlaub in Frankreich. Foto: Keystone; Jacques Brinon

Alle wirklich guten Dinge sind einfach. Das trifft auch für gutes Essen zu, also warum nicht essen wie die Franzosen tagsüber? Du pain, du vin, du fromage – Wein, Brot und Käse, frisch gekauft, unter einem schattigen Baum oder am Strand genossen ist schon ein Stück echt französische Lebensart und unschlagbar günstig. Das ist allemal besser als irgendein Snack in irgendeinem Imbiss. Neben den traditionellen Bistros gibt es auch in Frankreich längst Pizzerien und Fast Food. Eine Eigenart ist es in Frankreich aber, dass diese Lokale unverhältnismässig teuer sind. Im Imbiss zu essen, bedeutet durch die teuren Getränke also nicht einmal, dass man hinterher sehr viel weniger bezahlt, als wenn man in einem guten Landgasthof gegessen hätte.

Wie aber erkennt man ein günstiges Restaurant mit guter Küche? Ist man unterwegs und kennt sich gar nicht aus, ist es immer ein verlässliches Zeichen, wenn der Parkplatz vor dem Restaurant gut mit französischen Autos gefüllt ist. Ausserhalb der Touristenzentren und in kleinen Orten findet man immer kleine Restaurants mit Schildern wie „menu du jour“ oder „plat du jour“ und dazu einen Preis von um die zehn Euro. Dazu kommt dann meist eine Flasche Rotwein auf den Tisch – und man muss nur so viel zahlen, wie man getrunken hat. Durchweg ist der Wein genauso gut wie das Essen, und man hat günstig gut gegessen. Nur die Auswahl ist meist eingeschränkt, oft gibt es auch ein Menu oder ein Gericht.

Eine günstige Wahl sind die Restaurants, die im „Guide des Relais Routiers“ genannt sind. Der handliche Führer war ursprünglich ein Führer für „routiers“, also für Fernfahrer, und ist inzwischen zum Tipp für preisbewusste Urlauber geworden. Hier sind über 1500 Gasthöfe in ganz Frankreich registriert, in denen man gut und billig isst.

Ein guter Tipp sind immer auch die Hotel-Restaurants mit dem Logis-de-France-Zeichen an der Wand, einem gelben Kamin auf grünem Grund. In diesen Lokalen gibt es typische Gerichte der Region als Touristenmenu mit einem guten Wein zum moderaten Preis.

Offene Weine aus Karaffen sind meist kaum billiger als der Hauswein, der durchweg von guter Qualität ist. Bestellt man einfach Rotwein, wird der Kellner diesen Hauswein servieren. Übrigens: Nicht jeder mag einen Aperitif vor dem Essen und einen Digestif danach, das kann die Rechnung schon um zehn Euro senken. Ansonsten sollte man für ein gutes dreigängiges Menu inklusive Wein und sonstiger Getränke, ab 40 Euro pro Person veranschlagen. Extra-Tipp: Wer in Paris beim Essen sparen will, sollte mittags essen gehen, dann ist es in vielen Brasserien und Restaurants ein Drittel billiger.

Hat man eine Ferienwohnung gemietet und ist Selbstversorger, lohnt der Einkauf in Frankreich, denn die Grundnahrungsmittel sind dort etwas billiger als in der Schweiz (das gilt aber nicht für Fertigprodukte). Für Produkte auf den Wochenmärkten gilt, dass die Produkte dort zwar nicht preiswerter sind alshierzulande, dafür meist knackfrisch und von fantastischer Qualität. Biertrinker sollten sich von daheim einen kleinen Vorrat mitbringen, denn Bier ist auch im Supermarkt teuer.

Ein besonderer Tipp zum Schluss: Der Passeport Gourmand ist das Richtige für Schlemmer, die in vielen Restaurants geniessen wollen. Diese Rabattkarte gilt für eine bestimmte Region, und man bekommt dort auf eine Rechnung (ohne Getränke) für zwei Personen 50% Rabatt.

Wie man beim Reisen, im Museum und bei der Unterkunft in Frankreich spart, hat die erste Folge dieses Frankreich-Sparführers verraten.

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