Die Morgensonne drückt durch den Nebel und scheint auf die schön geschmückten Dächer der Weihnachtsstände. Es ist kurz nach zehn und bereits jetzt fällt es einem schwer, einen Blick auf die vielfältig angebotene Ware zu werfen. Die engen Gassen dieser mittelalterlichen Altstadt sind mit Besuchern überfüllt. Aber das stört nicht weiter, selbst wenn man mal etwas ansteht, bietet einem die Stadt wunderbare Ausblicke auf Riegelhäuser, an denen beinahe jedes Fenster weihnachtlich verziert wurde. Die Stände verteilen sich über die ganze Altstadt, welche von einer Mauer umzäunt ist. Ich schlendere an schön beleuchteten Schaufenstern und typisch elsässischen Restaurants vorbei. An Punsch, Glühwein und anderen warmen Getränken mangelt es nicht, so dass man sich immer wieder von innen wärmen kann. Typisches aus der Region wird einem angeboten, man findet aber auch Dinge, die man an jedem anderen Weihnachtsmarkt ebenfalls findet. Unbedingt empfehlenswert ist auch Klein-Venedig, wohin man mittels Wegweisern geführt wird. Auch hier reiht ein bezauberndes Haus das Andere und ein kleiner Fluss fliesst zwischen den Gebäuden hindurch. Das Mittagessen kann man auf einer Terrasse über dem Gewässer einnehmen, bevor man auch hier die Strände und Souvenirshops besucht. Der Abstecher nach Colmar lohnt sich auf jeden Fall – nicht nur, weil die charmante Ortschaft nur neunzig Autominuten von Zürich entfernt liegt. Aber sowohl hier wie an jedem anderen Weihnachtsmarkt auch empfiehlt es sich, an einem Wochentag und nicht am Sonntag vorbei zu gehen. Vor allem dann, wenn man einen relativ ungehinderten Blick auf all die Stände werfen möchte.

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