Foto: WikimediaCommons; Schnobby.

Santorini, die Schöne, entstand vor gut zweieinhalb Jahrtausenden mit einem riesengrossen Knall beim grössten Vulkanausbruch der Geschichte. Die Folgen waren dramatisch: Bis tief hinein nach Ägypten verdunkelten die Aschewolken den Himmel. Fast kreisrund war die Insel bis dahin gewesen. Nun war die Hälfte buchstäblich in die Luft geflogen. Übrig blieb ein halbmondförmiger Inselteil am Rand eines riesigen Kraters, der Caldera, die voll Meerwasser lief.
Neben dieser Kraterwand gab es von der alten Insel nur noch zwei weitere grössere Teile – die heutigen Inseln Tharissia und Agronissi, die zusammen mit Santorini wie eine Lagune wirken. Gemeinsam mit zwei weiteren kleinen Eilanden bilden sie den Archipel Santorin.


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Die auch Thera genannte griechische Kykladeninsel Santorini wurde schon in der Antike ob ihrer Schönheit gerühmt. Die Orte auf der Vulkaninsel liegen allesamt hoch droben auf dem steil ins Meer abfallenden Kraterrand und bieten spektakuläre Ausblicke. Geprägt ist das 17 Kilometer lange Santorini von den Kraterwänden im Westen. Nach Osten hin fällt die Insel ab, wird immer flacher und läuft an den kilometerlangen schwarzen Lavastränden aus. Den Süden von Santorini nehmen Hügellandschaften ein.

Thira, die an der Westküste liegende Hauptstadt von Santorini, wird auch Fira genannt. Sie ist für ihr turbulentes Nachtleben bekannt. Den Blick von der weit oben auf dem Kraterrand liegenden Stadt auf die Inseln des Archipels und die Sonnenuntergänge kann man nur als spektakulär bezeichnen. Vom Hafen mit seinem mediterranen Treiben führen Treppe und Kabinenseilbahn hinauf zur malerischen Stadt mit den übereinander geschachtelten Häusern, deren Terrassen die Dächer des nächsten Hauses sind.

Foto: WikimediaCommons; Mfiskum.

Thira geht mittlerweile nahtlos in Firostefani über – was ideal für jene Touristen ist, die zwar ruhig wohnen wollen, aber die Nähe von Unterhaltungsmöglichkeiten trotzdem zu schätzen wissen. In dem hübschen Firostefani kann man das allabendliche Spektakel des Sonnenuntergangs in Ruhe auf der Dachterrasse einer Taverne geniessen.

Nach Norden hin ist Firostefani mit Imerovigli zusammengewachsen. Dabei liegt Imerovigli auf dem mit 338 Metern höchsten Punkt der Insel. Der beschauliche Ort biete ruhige Ferien ohne Trubel und ist doch nur drei Kilometer von Thira/Fira entfernt.

Foto: WikimediaCommons; Klearchos Kapoutsis.

Highlight von Imerovigli ist die Ruine der venezianischen Festung auf dem wuchtigen Skaros-Felsen. Vo dort hat man einen traumhaften Blick über die Caldera und geniesst das meistfotografierte Postkartenmotiv der Insel live.

Doch es geht immer noch schöner auf Santorini: Der wohl schönste Ort der Kykladen ist Oia an der Nordküste. Typische Tonnengwölbe und blaue Kuppeldächer auf blütenweissen Häusern, die übereinandergeschachtelt über ein Labyrinth von engen Gassen zugängig sind. Die zur Kastellruine führende Hauptgasse ist eine malerische Bummelmeile, die auch abends belebt ist, wenn alles sich zum Kastell aufmacht, um vom Hauptplatz aus den Sonnenuntergang zu geniessen. Alles wirkt alt, auch die restaurierten Höhlenwohnungen. Doch was man sieht, ist kaum mehr als fünfzig Jahre alt, denn der Ort wurde 1956 beim grossen Erdbeben völlig zerstört. Oia hat auch unterhalb des Ortes zwei schöne Strände, dort kann man auch in der Caldera schnorcheln.

Wer nahe an den Badestränden von Santorini wohnen will, wählt entweder Oia oder einen der Orte an der Ostküste als Urlaubsziel. Perissa ist einer der vielen Strandorte von Santorini und nicht nur für Pauschalreisende sondern auch für Backpacker und Aussteiger aus aller Welt ein Dorado. Tanzparties, Strandfeste, Lagerfeuer und alles, was man sich an Unterhaltung wünschen kann, wird geboten.

Kamari liegt ebenfalls an der Ostküste Santorinis und ist die Touristenhochburg der Insel.

Foto: WikimediaCommons; sub_lime79.

Der gerade mal 50 Jahre alte Ort hat kein gewachsenes Zentrum, dafür aber eine wunderbare Uferpromenade mit Schatten spendenden Tamarisken, hinter der sich das Unterhaltungszentrum des Ortes anschliesst. Hier kann die Nacht zum Tag gemacht werden. Dennoch ist Kamari eher ein Städtchen für Familien. Der Strand von Kamari ist einer der längsten von Santorini und am besten für Familien mit Kindern geeignet.

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