Foto: WikimediaCommons; MaurusNR

Thessaloniki, die Hauptstadt der Region Makedonien, ist die zweitgrösste Stadt Griechenlands und dort die einzige Millionenmetropole neben Athen (wo mein Blogger-Kollege Udo jüngst als „Krisentourist“ zu Gast war). Die vielen antiken und frühchristlichen Baudenkmäler und Ausgrabungsstätten machten die Stadt am Thermaischen Golf 1997 zur europäischen Kulturhauptstadt, auch auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste steht die Thessaloniki. Die Stadt wurde 315 v. Chr. vom makedonischen Herrscher Kassandros gegründet und nach dessen Frau Thessalonike benannt.

Sehenswürdigkeiten in Thessaloniki

Wahrzeichen der Stadt ist der markante Turm Lefkos Pyrgos, kurz „weisser Turm“ genannt (Foto: WikimediaCommons; Fingalo). Er ist einer der Wehrtürme der alten Stadtmauer und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Osmanen haben etliche Spuren in der Stadt hinterlassen, etwa die vielen türkischen Moscheen, von denen die bedeutendsten die Hamza Bey Tsami und die Alatsa Imaret Tsamidie sind. Auch mehrere türkische Bäder blieben erhalten, wie der Hamam Bey aus dem 15. Jahrhundert; er ist das grösste osmanische Bad in Griechenland.

Die schönsten christlichen Kirchen sind die fünfschiffige Basilika Hagios Dimitrios mit den bedeutenden Mosaiken, die bildschöne Hagia Sophia mit ihren Kuppeldarstellungen und die Hosios-David-Kirche, eine frühe Kreuzkuppelkirche im Latomos-Kloster.

Auch jüdisches Leben gab es in Thessaloniki. Hier war einst die grösste Gemeinde sephardischer Juden in Europa beheimatet, nur 4000 von ihnen überlebten den Holocaust. Vom jüdischen Thessaloniki berichtet das Museum jüdischen Lebens.
Weitere sehenswerte Museen sind das Archäologische Museum, das sich mit den Epochen von der Steinzeit bis zur Antike befasst, und das moderne, museumsdidaktisch hervorragend aufgemachte Museum der byzantinischen Kultur, dass die anschliessenden Epochen bis 1500 erfasst.

Einblicke in die griechische Antike erhält man im oberhalb der Altstadt gelegenen und meist kurz „Akropolis“ genannten Kastro-Viertel. Die römische Antike wird lebendig am Galerius-Bogen, einem teilweise erhaltenen Triumphbogen aus dem 3. Jahrhundert zur Erinnerung an einen Feldzug des römischen Kaisers Galerius. Von dessen Palast blieben nur einige Mauern.

Der Galerius-Bogen. Foto: WikimediaCommons; Delirium.

Das moderne Saloniki

Thessaloniki – kurz „Saloniki“ genannt – ist eine Universitäts-Stadt voller Leben. Die Uferpromenade und die Strassen um den Hauptplatz am Meer sind Flaniermeilen, an denen für jeden Geschmack das richtige Restaurant zu finden ist. Dazu gibt es Tavernen, Bars und Diskotheken, in denen bis zum Morgen gefeiert wird. Moderne und Tradition üben dabei friedliche Koexistenz.

Bei aller Kultur – auch zum Shoppen ist die Stadt ob der günstigen Preise und vielfältigen Läden und Boutiquen gut geeignet. Ein besonderes Einkaufserlebnis ist ein Bummel durch das Marktviertel zwischen der Odos Tsimiski und der Via Egnatia.

Reisehinweise

Thessaloniki ist durch einen Fährhafen und den Saloniki Airport gut zu erreichen. Eine Auswahl an guten und günstigen Hotels ist hier zu finden. Von ebookers-Kunden als besonders gut bewertet, wurden das „Hyatt Regency“ sowie das „City Hotel“ im Herzen der Stadt.

Foto: Keystone; Orestis Panagiotou.

Tagged: Archive, Griechenland

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