Wer denkt, mit der Wahl der Stadt für den Citytrip sei es getan, der irrt. Grosse Metropolen wie London stellen den Städtereisenden immer wieder vor die Qual der Wahl: welchen Flughafen fliege ich an? Was für Sehenswürdigkeiten lass ich auf keinen Fall aus? Geh ich in eine berühmte Einkaufsmeile shoppen oder gebe ich mein Geld an einem der vielen Märkte aus?

london markt
(Foto: Dusan Milakovic)

Heathrow oder City, Luton oder Gatwick? Jeder Londonreisende musste sich im Reisebüro schon mal diese Frage stellen. Entscheidend ist aber nie die Vorliebe für einen Flughafen – um Gottes Willen, die sehen ja fast alle gleich aus –, sondern vielmehr die Nähe zum Hotel.

Nimmt man die Erreichbarkeit als entscheidendes Kriterium, sind sicher City und Heathrow zu empfehlen. Letzterer kann mit der Piccadillyline ohne Umsteigen erreicht werden. Dafür benötigt man aber mindestens 50 Minuten vom Stadtzentrum aus. Im Falle des City-Airports nimmt man entweder einen der vielen Busse oder die DLR, die direkt ins Zentrum führt.


Wer fürs Sightseeing nach London gekommen ist, der wird viel Zeit dafür reservieren müssen. Ein Trost dürfte immerhin sein, dass in dieser europäischen Megacity (mit über 8 Mio. Einwohnern) die Attraktionen nicht so verstreut sind wie z. B. in Paris oder Berlin – dort läuft man sich die Hacken ab, bis man etwas gesehen hat.

Glücklicherweise befinden sich viele Londoner Sehenswürdigkeiten im Zentrum: Buckingham Palace, Alberts Hall, Big Ben, Westminster Abbey, alles im Umkreis von einigen Kilometern – und das will in London doch etwas heissen! In angrenzender Nähe kann man einen der gar nicht so seltenen Sonnentage in einem der übergrossen Parks (Hyde Park, Green Park, St. James Park) geniessen.

In London lässt sich’s aber auch wunderbar shoppen. Für die herkömmlichen Genüsse bietet die Oxford Street mit der benachbarten Bond Street eine Fülle von Angeboten. Als Geheimtipp gelten jedoch die unzähligen Märkte, die man in jedem Stadtteil finden kann. Einer der bekanntesten ist wohl der Portobello Market in Notting Hill (Hugh Grant sei Dank!), wobei dieser gar zu touristisch aufgezogen wird. Einen Besuch ist er dennoch wert, vor allem wegen der schmackhaften Muffins, die man dort findet – lecker! Ebenfalls zu empfehlen ist der Camden Market, wo die Hippies, Ausgeflippten, Jung- oder Stehengebliebenen ihre Wunderlichkeiten anbieten. Ausser dem Ärgernis, dass man an jedem Stand eine andere Platte spielen lässt, lohnt sich der Besuch auch kulinarisch: An Wochenenden werden an verschiedenen Ständen Gerichte aus aller Welt frisch zubereitet. Doch aufgepasst! Das Pfund ist viel stärker als der Franken (und er wird es auch bleiben), und deshalb erscheint alles äusserst günstig. Doch spätestens beim Blick auf die Visa-Rechnung zuhause erkennt man, welche Unsummen sich für Klitzekleinigkeiten ausgeben lassen.

Also lieber einen Tee gefällig?

Tagged: Archive, Grossbritannien

Kommentare

  • Manuel Reis

    So nah sind die Sehenswürdigkeiten nun auch wieder nicht!
    Wenn man bedenkt, dass der Tower of London ziemlich weit weg ist vom Beckham Palace. Oder man denke an den Regenst Park.
    Die Wahl des Flughafens ist aber wirklich schwer: denn die Flughafen sind in London alle schlecht. Insbesondere Heathrow… da muss man laaange warten… City ist da besser, das stimmt.

    19. Dezember 2007 at 16:10
  • Ralf

    Von den Flughäfen her bevorzuge ich auch den City Airport, oder dann Heathrow, da hat es wenigstens eine Zugverbindung.
    Luton ist mir ein Greuel. Vor allem die Busverbindungen mit der vielversprechenden Werbung „up to 3 Busses per hour“. Kann heissen, dass man bis zu 3 Busverbindungen in die City hat. Kann aber auch heissen, dass man 3 Stunden auf den nächsten Bus wartet.

    26. Dezember 2007 at 10:50
  • dusan milakovic

    da hast du recht, luton ist zu umgehen. heathrow ist mir am liebsten – obwohl dieser flughafen den ratings zufolge das schlusslicht in der beliebtheitsskala einnimmt. irgendwie finde ich es sympathisch, wenn ich in einen zug einsteigen kann und dann am flughafen ankomme, ohne noch mehr umsteigen zu müssen… und die gegend, die man während der fahrt sieht, ist ja auch nett 😉

    27. Dezember 2007 at 10:43

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