Indien gilt als aufregendes wie buntes Land, das Jahr für Jahr Millionen von Besuchern anzieht. Bevor man eine Reise auf den Subkontinent antritt, sollte man sich mit einigen Besonderheiten vertraut machen.

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BEGRÜSSUNG

Bei der Begrüßung ist in Indien eine kurze Verbeugung mit vor der Brust gefalteten Händen typisch. „Namaste“, sagt man dazu. Aber: Von Touristen wird nicht erwartet, dass sie den traditionellen Gruß nachahmen, da man dabei ziemlich viel falsch machen kann. Inzwischen ist, zumindest den jüngeren Indern, auch das europäische Handgeben eine vertraute Geste. A propos „Hand“: Die linke gilt als unrein, sollte also weder zum Handgeben, zum Essen, noch zum Weiterreichen von Speisen oder Zeigen auf Personen benutzt werden.

GESTEN
Schüttelt ein Inder auf eine Frage hin den Kopf, heißt das nicht „Nein“. Es ist Ausdruck seiner Zustimmung. Zudem gilt es als unhöflich, jemandem die Fußsohlen entgegenzustrecken.

KLEIDUNG
In den Touristenzentren sind Miniröcke und tiefe Ausschnitte zwar inzwischen verbreitet, gern gesehen werden sie trotzdem nicht. Besonders beim Besuch von religiösen Stätten sollten Frauen unbedingt lange Röcke tragen, die Schultern bedecken und auf ein tiefes Dekolleté verzichten. Auch Männern sind lange Hosen zu empfehlen. FKK oder „Oben-Ohne-Baden“ sind verboten. In Tempelanlagen müssen Besucher ihre Schuhe meist ausziehen. Tipp: Ein Paar Socken mitnehmen, um die Fusssohlen vor aufgeheizten Steinplatten zu schützen.

ZÄRTLICHKEITEN
Der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist Tabu.

FOTOGRAFIEREN
Das Fotografieren von Flughäfen, Bahnhöfen, Brücken und militärischen Anlagen ist verboten. Wer bestimmte Menschen oder geschmückte Kühe ablichtet, sollte ein Trinkgeld geben – und vorher fragen, ob man ein Bild machen darf.

UMGANG MIT ARMUT
Eines der heikelsten Themen bei einer Reise nach Indien. Auch wenn es schwer fällt: Bettelnden Kindern sollte man in Indien kein Geld geben. Sie dürfen es in den seltensten Fällen behalten. Einigermaßen sicher sein kann man sich bei alten Frauen und Kranken. Bedürftigen, die an den Eingängen von Tempelanlangen auf Almosen warten, sollte man ein paar Münzen zukommen lassen.

 

Für alle, die eine Indienreise planen: Über einige typische Touristenfallen informiert die Website „Hippie in Heels“. Sehr lesenswert.

Tagged: Archive, Indien

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