Ferien auf Sardinien, der zweitgrössten Insel im Mittelmeer, bedeuten eine Reise in einen ganz eigenen Teil Italien, abseits vom Massentourismus. Sardinien mit seinen hohen, schroffen Bergen und Schluchten ist wild, an den Küsten aber auch zum Träumen. Dort gibt es Abschnitte mit langen Sandstränden und dann wieder Regionen mit steilen Felsenklippen, die versteckte Badebuchten einrahmen.

Idylle an der Costa Smeralda. Foto: WikimediaCommons; Vera Buhl.

Sardiniens Inselinneres ist geprägt von bis zu 1800 Meter hohen Gebirgsmassiven, den spektakulären Klüften des Gennargentu-Massivs und Vulkankegeln. Dazwischen finden sich die Hochplateaus und Korkeichenwälder. Ab und an findet man ein weltvergessenes Bergdorf und einige Hirten mit grossen Ziegen- oder Schafherden, von denen der sardische Ziegen- und Schafkäse stammt, etwa der berühmte würzige Pecorino sardo. Abgeschiedene Siedlungen dienten den Sarden als Versteck vor den vielen Invasoren: Phönizier, Römer, Byzantiner, Genueser und Spanier eroberten einst die Insel und hinterliessen ihre kulturellen Spuren. Oft blieb den Sarden nur die Flucht ins unzugängliche Inselinnere. Heute ist das Binnenland Sardiniens ein ideales Ferienziel für Wanderer und Mountainbiker.

Sardiniens Küste ist 1850 Kilometer lang und mit unglaublicher Vielfalt gesegnet. Zerklüftete steile Felsküsten, Granitfelsen, von denen manche in der Gallura im Nordosten rosa schimmern, Klippen, die versteckte, romantische Badebuchten mit kleinen Stränden umrahmen wie an der Costa Smeralda, steinige Strandabschnitte und weite, feine Sandstrände um Cagliari und an der Costa Verde im Westen, davor kristallklares, türkisblaues Wasser. Kein Wunder, dass hier Wassersport gross geschrieben wird. Vor allem an den felsigen Küsten finden Taucher und Schnorchler tolle Reviere in den Höhlen und Grotten, aber auch Surfer finden Surfspots. Sardinien zu umsegeln, ist ein tolles Erlebnis mit vielen Landgängen in den kleinen, alten Häfen.

Foto: WikimediaCommons; Cristiano Cani.

Kulturhistorisch Interessierten bietet vor allem die Inselhauptstadt Cagliari einige Sehenswürdigkeiten, dazu mit 170’000 Einwohnern urbanes, pralles Leben mit viel Unterhaltung und Trubel. Malerisch thront über der im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründeten Stadt die Zitadelle im Schlossviertel.

Foto: WikimediaCommons; Alsecommons.

Neben Zitadelle, Schlossmauern und Türmen gibt es in Cagliaris Altstadt mit dem römischen Amphitheater, dem archäologischen Museum, der Kirche Bonaria, der Bastion von San Remy und den beiden Türmen Torre di S. Pancrazio und Torre dell’Elefante,sowie der Kunstgalerie, und der Pinakothek noch eine Menge zu sehen. Der Königspalast „Palazzo Regio“ und Dom Santa Maria di Castello an der Piazza Palazzo gehören ebenfalls zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Caglirai taugt aber nicht nur zum Sightseeing, sondern ist auch immer einen Bummel wert. An der Flaniermeile und Hauptgeschäftsstrasse, die sich sich von der Piazza Matteotti zur Piazza Amendola zieht, stehen herrliche klassizistische Palazzi aus dem 19. Jahrhundert. Die Arkaden dieser Flaniermeile bieten schattige Plätze in Cafés, Bars und Restaurants und die Boutiquen und Läden verlocken zum Shoppen.

An der Costa Rei. Foto: WikimediaCommons; Alex10.

Sardiniens schönste Strände und Badeorte befinden sich an den langen, feinsandigen Stränden an der Costa Verde im Inselwesten und um Cagliari herum im Süden Sardiniens mit Villasimius, Chia und Costa Rei. Die Costa Smeralda bietet Granitklippen, die kleine Badebuchten mit feinem Sandstrand umrahmen. Exklusivster Ferienort dort ist das von den venezianischen Grafen dalle Rose erbaute Porto Rotondo. Ebenfalls im Norden befindet sich die Costa Paradiso mit den rosa Klippen und kleinen Badebuchten.

Als schönster Ferienort auf Sardinien jedoch gilt Baia Sardinia. Hier wurde umweltverträglich gebaut, riesige Hotel-Betonklötze gibt es nicht, dafür viel maritimes Flair und eine wunderbare Promenade.

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