Zwischen Israel, dem Westjordanland und Jordanien erstreckt sich das Tote Meer, das auch „Salzmeer“ oder „Meer des Todes“ genannt wird. Diese Namen beschreiben das Aussergewöhnliche dieses Gewässers; den hohen Salzgehalt und seine Folgen.
Zu einem Drittel besteht das Tote Meer aus Salz, und das ist zehnmal mehr als in den Meeren der Erde. „Totes Meer“ – der Name des Salzsees sagt alles, denn das hauptsächlich vom Jordan gespeiste abflusslose Tote Meer ist wegen des Salzgehalts tatsächlich tot: Es gibt keine Vögel, keine Fische, ja nicht einmal Algen können hier existieren. Erreicht das Wasser das Tote Meer, beginnt der Verdunstungsprozess. Zurück bleiben Salze und Mineralien sowie Schlamm, deren heilende Wirkung schon im Altertum bekannt war. Mit 420 Metern unter dem Meeresspiegel ist das Tote Meer obendrein noch der tiefste Punkt der Welt. Ein See der Superlative.

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Doch hat der hohe Salzgehalt auch sein Gutes: ein Bad im Toten Meer ist überaus wohltuend, und als regelrecht spektakulär empfindet es der Badende, wie schwerelos und ganz ohne Schwimmbewegung vom sehr warmen Wasser getragen auf dem Rücken liegend Zeitung lesen zu können. Auch die Mineralien und der Heilschlamm des Toten Meeres werden zu vielfältigen heilkräftigen und entspannenden Wellness-Anwendungen verwendet. Kein Wunder also, dass schon König Herodes und Kleopatra hier badeten.

Nur Eines verkneift man sich am Toten Meer besser: Wassersport. Denn zu unangenehm wäre es, das Salz in die Augen zu bekommen, auch kleinste Verletzungen würden höllisch brennen.

Genauso spektakulär wie das Tote Meer selbst ist die umgebende Landschaft. Vom Süden kommend, fährt man am Jordangraben entlang von Aqaba aus fast durchgehend bergab, bis man das Tote Meer erreicht. Am Ostufer auf der jordanischen Seite fährt man fast 50 Kilometer am Ufer entlang, bis man zu den grossen Hotelanlagen kommt, unter denen einige der schönsten des ganzen nahöstlichen Raums sind. Die Berglandschaft, die das Tote Meer im Osten umgibt, ist spektakulär, genau wie die Sümpfe am Jordan, die nahen Wüsten und Oasen. Dabei unterliegt die Landschaft einem steten Wandel, denn vor allem durch die Entnahme von Jordanwasser sinkt der Wasserspiegel des Toten Meers jedes Jahr um einen weiteren Meter.
Nicht weniger schön ist der Blick nach Westen, wo in der Ferne die sanften Hügel Jerusalems Pilgern dreier Religionen das nahe Ziel der Heilgen Stadt verheisst.

Sowohl ein reiner Badeurlaub mit Wellnessanwendungen wird in dieser gut erschlossenen Region angeboten, als auch ein Stopp auf einer Rundreise oder Pilgertour durch das Heilige Land. Die schönsten Hotels liegen an der Nordostküste am jordanischen Ufer.

Zu den interessantesten Orten auf der Lisan-Halbinsel im jordanischen Teil gehören Numeira und Bab ed-Dhra, die einst Sodom und Gomorrha waren. Hier findet man Belege für eine bäuerliche Besiedlung bereits vor 9500 Jahren. Auch die biblischen Städte Adma, Zebojim und Zoar waren hier angesiedelt. Das biblische Bethanien ist gleichfalls nicht weit. Kulturinteressierte finden hier also eine grosse Zahl interessanter Ausflugsmöglichkeiten. Als Abwechslung zum Wellness-Programm.

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