Kanada. Dabei denkt man sofort an viel Schnee, unzählige Tannen und unendliche Weiten – für Naturliebhaber ein Traum, für Städter jedoch nicht gerade spannend. Die Stadt Vancouver will diesem Klischee aber so gar nicht entsprechen: In der drittgrössten Stadt des Landes geht nämlich die Post ab – sowohl am Tag als auch in der Nacht. Zudem finden vom 12. bis 28. Februar in Vancouver die XXI. Olympischen Winterspiele statt. Höchste Zeit also, euch die kanadische Stadt vorzustellen!
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Vancouver liegt in der ehemaligen britischen Kronkolonie British Columbia (1858-1871) an der Westküste Kanadas, nur 45 Kilometer nordwestlich der Grenze zu den USA. In der Stadt selbst leben zwar nur knapp 612’000 Menschen, trotzdem bildet Vancouver zusammen mit dem Regionaldistrikt Metro Vancouver die drittgrösste Stadt des Landes mit insgesamt 2,25 Millionen Einwohnern. Grösser sind nur Toronto und Montreal.

Dank des milden Winters in Vancouver zeigen sich im Februar bereits die ersten Blüten. Und bei bis zu acht Grad steht auch dem Sightseeing oder einer kleinen Wanderung nichts im Weg. Allerdings sollte man regenfest gekleidet sein: Im Durchschnitt regnet es in Vancouver im Februar während 16 Tagen!

Vancouver hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter der Harbour Centre Tower, von dem man eine fantastische Aussicht auf Vancouver, das Küstengebirge und den Hafen hat. Eine noch schönere Sicht hat man vom Gipfel des „Hausbergs“ Grouse Mountain, der nur 15 Minuten von der Innenstadt entfernt liegt.

Restaurants direkt am Wasser, Cafés, Kleinkunsttheater, Galerien, Shops, viele Festivals und einen grossen Markt findet man auf Granville Island. Die kleine Halbinsel liegt unter dem südlichen Ende der Granville Street Bridge und wird auf ihrer Webseite als „die Königin“ unter Vancouvers Sehenswürdigkeiten bezeichnet.

Beliebt ist aber auch Gastown, das alte Zentrum Vancouvers. Hier baute vor über hundert Jahren „Gassy“ Jack Deighton den ersten Saloon in der Umgebung. Heute finden sich hier vor allem Cafés, Restaurants, Antiquitätenläden und kleine Galerien. An der Ecke zwischen Cambie St. und Water St. steht zudem die einzige Dampf-Uhr der Welt, die ein beliebtes Fotosujet ist.

Nicht verpassen sollte man auch das Chinatown: Es ist das drittgrösste auf dem nordamerikanischen Kontinent und einer der ältesten Stadtteile. Der Dr. Sun Yat-Sen Park, der 1986 eröffnet wurde, soll ausserdem der erste klassische chinesische Garten ausserhalb Chinas gewesen sein.

Der grösste, älteste, und zweifellos auch der beliebteste der etwa 150 Parks in Vancouver ist aber der Stanley Park. Darin befinden sich auch das Aquarium, ein Zoo und Restaurants.

Hat man Glück, kann man während seines Aufenthalts ein paar Blicke auf einen Filmdreh erhaschen: Denn neben Los Angeles und New York ist Vancouver der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie und wird daher auch als „Hollywood North“ bezeichnet.

Eine deutschsprachige Liste der zehn besten Stadtviertel für einen Einkaufsbummel findet ihr übrigens hier. Wenn ihr danach noch nicht müde seid, steht einer aufregenden Nacht nichts im Weg. Vancouvers Nachtleben stellen wir euch im 2. Teil dieser Serie vor.

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