Die strategische Lage, die den Verkehr zwischen Italien und Afrika kontrollieren liess, machte Malta in seiner 7000jährigen Geschichte immer wieder zum Zankkapfel und führte zu Eroberungsgelüsten vieler Herrscher. Mal waren es die Phönizier, dann die Römer, später Normannen und Araber. Ihre goldene Zeit erlebte die Mittelmeerinsel als Sitz des Johanniterordens. Die vielen Herren hinterliessen ihre Spuren auf der Insel, die heute von kultureller Vielfalt geprägt ist.


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Lange galt Malta in der jüngeren Geschichte als Grossbritanniens fester Flugzeugträger im Mittelmeer. Heute ist die Insel eine selbstständige Republik und EU-Mitglied. Die Narben des Zweiten Weltkriegs, als die Inselhauptstadt Valetta schwer bombardiert wurde, sind nur noch an Mahnmalen, wie der Ruine der alten Oper, zu erkennen.

Foto: WikimediaCommons; Queryzo.

Valetta heute ist ein gepflegtes, herausgeputztes Gesamtkunstwerk und steht auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Die Stadt an der Nordostküste der Insel ist zwischen den beiden Häfen Grand Harbour und Marsamxett Harbour gelegen und hat eine absolut sehenswerte Altstadt.

Foto: WikimediaCommons; Tobias1983.

Auf der drei Kilometer langen Flaniermeile Republic Street bummelt man an schicken Läden und noblen Boutiquen vorbei und geniesst das mediterrane Flair, am besten in einem der Strassencafés beim Genuss von Honey Rings, der allgegenwärtigen süssesten Kalorienbombe Maltas. Um die Republic Street herum liegen die Hauptsehenswürdigkeiten wie der Grossmeisterpalast.

Malta ist keine weltvergessene einsame Insel irgendwo im blauen Meer, sondern urban geprägt mit alten Städten voller verwinkelter Gassen. Dominiert werden diese historischen Stadtkerne von gewaltigen Sakralbauten mit imposanten Kuppeln.

Sliema im Inselnorden ist Maltas grösste Stadt und besitzt die spektakulärste Uferpromenade der Insel, die abends so richtig aufblüht. Landeinwärts beginnt Sliamas Altstadt, die gleichzeitig Maltas schönstes Shoppingparadies ist. Zum Baden steigt man hier auf Leitern von den Felsplateaus hinab ins Meer. Richtige Strände gibt es nicht weit von Sliema entfernt an der Ramla Bay und im Nordosten der Insel bei Mellieha, das an der schönsten Bucht Maltas gelegen ist. Ebenfalls im Inselnorden findet man St. Pauls mit einer hübschen Altstadt und feinsandigen Stränden. Nicht weit ist es auch nach St. Julian’s, einem der schönsten Urlaubsziele auf Malta und der Partymaile Maltas.

Malta ist eine waldlose Insel. Nicht einmal die am Mittelmeer fast allgegenwärtigen Olivenbäume findet man bei den Maltesern, dafür herrliche Orangenplantagen in den Buskett Gardens und um Mdina und Rabat herum auch viel Wein. Maltas Küstenformationen sind sehr abwechslungsreich. Von traumhaften Sandstränden über phantastische Tauchgründe vor wildromantisch zerklüfteten Steilküsten bis hin zu Surfspots mit stetigem Wind gibt es auf Malta alles, was man in den Ferien haben will.

Zudem hat Malta unter den touristischen Angeboten noch einen ganz anderen Renner: Sprachreisen. Die Inselrepublik profitiert dabei von der langen Zeit der britischen Prägung, die sich nicht nur an den vielen Bauten im Kolonialstil, sondern auch in der Gastronomie sichtbar ist. Englische Sprachkurse auf Malta sind daher unter jungen Leuten der Hit.

Zur Republik Malta gehören auch die beide kleinen Inselperlen Comino und Gozo. Comino ist eine autolose nur drei Quadratkilometer grosse Insel, die ideal zum Ausspannen ist und durch ihre Steilküsten und zahlreichen Höhlen ein Taucherparadies ist. Absolutes Highlight ist die Blaue Lagune.

Gozo im Nordwesten von Malta ist noch vom Alltagsleben der Fischer und Bauern geprägt. Die sagenumwobene Insel war das Calypso aus Homers Odyssee und ist ein von einsamen Felsbuchten und Fjorden geprägtes Taucherdorado.

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