Nepal, das Land zu Füssen des Himalaya, beeindruckt mit seinen atemberaubenden Bergpanoramen und grandiosen Tempelanlagen. Ankommen wird man in Kathmadu, um von dort aus die Nepalreise starten. Nepals Hauptstadt scheint mit den 1,5 Millionen Einwohnern aus allen Nähten zu platzen, das Chaos regiert den Verkehr.

Kathmandu

Der Pashupatinath. Foto: WikimediaCommons; Ondřej Žváček.

Geradezu aufgeräumt und breit wirkt die Strasse auf dem letzten halben Kilometer vor dem alten Königspalast. Am Durbar Square vor dem Königspalast ist der Höhepunkt der Prachtentfaltung erreicht. Grossartig ist das Bild des Palasts Hanuman Dhoka mit seinen Pagoden, Schreinen und verschiedenen Tempeln sowie die Paläste der Götter, denn hier hat jeder wichtige Hindugott einen Tempel. Man sieht viele Gläubige, die dort ihre Opfer darbringen. Der höchste ist der Taleju-Tempel, der zum Hanuman Dhoka-Palast gehört. Unbedingt sehenswert ist auch der Kumari Chok, der Palast der „lebenden Göttin“.

Nördlich vom Durbar Square beginnt die Altstadt Kathmandus mit ihren engen Gassen, durch die sich neben vielen Menschen auch Rikschas, Motorräder und Autos zwängen. Es gibt nichts, was in den kleinen Läden nicht verkauft wird, unschlagbar ist das Gewürzangebot. Dazwischen findet sich an jeder Ecke noch Platz für eine kleine Gebetsnische. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Musikhäuser, in denen die Nepali frühmorgens und nachmittags musizieren.

Die schönsten Tempelanlagen findet man jedoch ausserhalb der Hauptstadt. Dort entdeckte man und auch das Bilderbuch-Nepal mit Bauernhäuser in Terrassenfeldern, Guesthouses mit Dachterrassen und Kaminbar an den Hängen der Täler, in denen man sich im kolonialen Britisch-Indien wähnt.
Der Stupa Swayambhunath auf dem durch 365 Stufen zu erklimmenden Berg nordwestlich von Kathmandu gehört genauso zum UNESCO-Weltkulturerbe, wie der gewaltige Stupa von Bodnath, der von tibetischen Klöstern umgeben ist. Eindrucksvoll ist es zu erleben, wie nachmittags lange Züge von Tibetern mit Gebetsmühlen den Stupa umrunden.
Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Wanderung durch angenehme Kiefernwälder von Dhulikhel zum Kloster Namobuddha, einer der drei heiligsten tibetischen Wallfahrtsstätten südlich des Himalaya. Dort wird jeder Ankömmling mit Buttertee begrüsst und kann im Guesthouse des Klosters übernachten und sich in die Rituale und auch in die Meditation einführen lassen.

Himalaya

Abenteuer pur aber ist Trekking am „Dach der Welt“ mit Sicht auf einige der höchsten Gipfel der Welt. Schon der Flug nach Lukla (2840 m), einem kleinen Ort, der bereits mitten im Himalaya liegt, ist ein atemberaubendes Erlebnis. Dort in der Solu-Khumbu-Region sind die Sherpas daheim, die als Träger und Führer vieler Himalaya-Expeditionen selbst zur Legende wurden. Sie betreiben auch die meisten der Kleinen Lodges, Guesthouses und Teehäuser an den interessantesten Trekkingrouten. Bis zu den schönen Bergseen von Gokyo zum Mount Everest Basecamp auf 5.000 Meter Höhe schaffen es durchweg nur geübte Bergsteiger.

Das Dach der Welt. Links der Mount Everest, rechts der Lhotse. Foto: WikimediaCommons; mckaysavage.

Manche Anfänger kommen auf der Wanderung durch das Tal des Dudh Kosi nur bis Namche Bazaar. Hier ist man schon 3.440 Meter hoch und die Höhenkrankheit macht sich bei etlichen Wanderern bemerkbar, bergtechnisch hingegen ist die ganze Route bis zum Kala Pattar nicht schwierig. Aber auch wenn es nicht weitergehen sollte – beim Aufstieg nach Namche Bazaar kann man den Everest mit etwas Glück sehen.
Wem es jetzt noch gut geht, der schafft es auch zum Sherpa-Kloster Tengboche und zum Everest-Basislager. Dort kann man nach einem Ruhe- und Akklimatisierungstag den Aufstieg zum 5.550 m hohen Everest View Point auf dem Kala Pattar angehen. Vom Gipfel aus geniesst man das unvergessliche Abendrot und den Sonnenuntergang am Mount Everest. Es gibt verschiedene Touren, die sich bei den Abstechern unterscheiden und der Zeit, die man sich lässt. Sie dauern zwischen sieben Tagen und drei Wochen, je nachdem, auf welchem Weg man nach Kathmandu zurückkehrt. Wem das zu gewagt ist, der kann auch drei- bis fünftägige Schnuppertouren buchen.

Wer sich nicht fit genug für das Himalaya-Trekkingerlebnis fühlt, nimmt mit einem „Mountain Flight“ von Kathmandu aus vorlieb. Auch diese Flüge bieten unvergessliche Eindrücke, denn wer war schon auf Augenhöhe mit dem Mount Everest und hat das „Dach der Welt“ überflogen? Bei den vielen Seilschaften, die unterwegs sind, kann man dann fast immer einem Team beim Gipfelsturm zusehen.

Euch interessiert das Thema? Mein Blogger-Kollege Rico hat vor kurzem eine Himalaya-Reise unternommen.

Tagged: Archive, Nepal

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