Von wegen Caramel Frappuccino oder Iced Coffee Latte! „Melange“, „Verlängerter“ und „Grosser Brauner“ heissen die Kaffeespezialitäten der Wiener Kaffeehäuser. Seit kurzem dürfen sich diese nun zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Genauer gesagt soll die „spezielle Atmosphäre der seit Ende des 17. Jahrhundert existierenden Kaffeehäuser als immaterielles Kulturerbe“ geschützt werden.

Nur Kaffee auf der Karte zu haben, genügt also nicht. Unter anderem gehören zur echten Kaffeehauskultur die typischen Marmortischchen, Thonetstühle, Samtpolster, Kronleuchter, Logen, Zeitungen in traditionellen Halterungen und andere Details im Stil des Historismus. Wienbesucher können den Charme in folgenden berühmten Cafés der österreichischen Hauptstadt geniessen:

Die wahre Wiener Kaffeehauskultur gibt es zum Beispiel im Cafe Griensteidl. Foto: Wikimedia Commons; Dimsfikas.

Café Griensteidl (Michaelerplatz 2)
Schrifsteller wie Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal und Arthur Schnitzler waren Stammgäste des 1847 eröffneten Cafés. Nach fast 100 Jahren im Dornröschenschlaf eröffnete es 1990 in alter Pracht und ist heute mit seiner riesigen Auswahl internationaler Zeitungen Treffpunkt passionierter Zeitungsleser.

Central (Herrengasse 14/Ecke Strauchgasse)
Das berühmte Traditionscafé im Palais Ferstel mit seiner langen Geschichte wurde 1876 erstmals geöffnet. Heute ist es eine Wiener Institution und Treffpunkt für Jung und Alt. Kaiserin Elisabeth und Franz Joseph I. beobachten als Riesengemälde das Geschehen unter den Arkaden.

Landtmann (Dr.-Karl-Lueger-Ring 4)
In dem legendären Café verkehrten schon Marlene Dietrich, Romy Schneider, Burt Lancaster, Bill Clinton und Paul McCartney. Das Café gegenüber des Burgtheaters besitzt sogar einen kleinen Garten. An drei Tagen in der Woche unterhält ein Pianist die Gäste mit Klaviermusik.

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