Da ich Verwandte im österreichischen Tirol habe, fahre ich immer wieder mal nach Innsbruck, die Tiroler Landeshauptstadt. Besonders gerne erinnere ich mich an den Nachmittag, als ich alleine unterwegs war und auf dem Rückweg zum Bahnhof in einen Fasnachtsumzug geriet…schwupps war ich mit Mehl eingestäubt und in einen Karnevalswagen entführt worden. Dort „musste“ ich ein, zwei Shots „sauren Apfel“ trinken, um wieder gehen zu dürfen.

Schön ist es in Innsbruck aber nicht nur am Karneval, sondern zu jeder Jahreszeit. Im Sommer umso mehr – denn dann kann man sich gemütlich an den Fluss Inn sitzen. Was mich immer wieder überrascht, sind die vielen Touristen. Ich war über Pfingsten da – gemeinsam mit gefühlten Zehntausenden Japanern. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Die berühmteste Sehenswürdigkeit Innsbrucks und das Wahrzeichen der Stadt ist das „goldene Dachl“. Es besteht aus 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln und wurde 1500 fertiggestellt. Im Gebäude selbst befand sich von 1420 bis 1460 die Residenz der Tiroler Landesfürsten Friedrich IV. und Sigmund des Münzreichen.

Rund um das goldene Dachl ist die schmucke Altstadt mit vielen Restaurants, Bäckereien und Souvenirläden. Die beste Eisdiele befindet sich gegenüber des Dachls: Das „Amorino“. Die verschiedenen Glace-Sorten werden wie Blütenblätter um das Cornetto platziert und die heissen Schokoladen, von denen es zig Varianten gibt, sind zum Sterben gut.

Ebenfalls in der Nähe, in der Hofgasse 6, ist das „Kröll Café und Strudel“. Dort gibts süsse und salzige Strudel in allen Varianten. Wählt man den Strudelteller, darf man drei Sorten Strudel frei auswählen. Ein Traum.

Einen guten Ausblick über die Stadt hat man vom Stadtturm, der ebenfalls gleich beim goldenen Dahl steht. Der Turm ist 52 Meter hoch und wurde zwischen 1442 und 1450 erbaut. Sehenswert sind auch die rosa Spitalskirche und die Jesuitenkirche (siehe Bilder).

Die kaiserliche Hofburg gehört neben der Hofburg in Wien und dem Schloss Schönbrunn (steht ebenfalls in Wien) zu den drei bedeutendsten Kulturbauten Österreichs. Am Eingang der Hofburg befindet sich ausserdem eine Niederlassung des berühmten „Café Sacher“.

Zum Shoppen geht man in die Maria-Theresien-Strasse, die zwischen Bahnhof und Altstadt liegt. Die neue, kontrovers diskutierte, Attraktion ist das Kaufhaus Tyrol, das mit seiner modernen Fassade nicht so ganz zu den Altbauten daneben passen will.

Tipp:
Innsbruck ist nur die fünftgrösste Stadt Österreichs. Ein Tagesausflug reicht also locker aus, zum Beispiel in Kombination mit Wander-, Ski oder Wellnessferien. Die Zugfahrt von Zürich dauert etwa 3.5 Stunden.

Alle Fotos: Andrea Schmits.

Tagged: Archive, Österreich

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