Jedesmal freue ich mich wieder, nach Wien zu fahren. Einerseits ist es eine Stadt mit Weltformat, andererseits sind dessen Bewohner gemütlich, freundlich und ab und zu irgendwie noch gedanklich in der Zeit, als Sissi noch an Franz-Josephs Seite sass. Und das meine ich durchwegs positiv! Auch die Jungen pflegen noch immer die Balltradition, ich lerne immer wieder einmal jemanden kennen, dessen Familie irgendwie adelig ist, und die Wortkreationen der Österreichern finde ich einfach top. Schaut euch einmal die Wortliste des Wörterbuchs Österreichisch-Deutsch durch! Schon bei A finden sich tolle Worte wie Abstattungskredit (Ratenzahlung), Achselmoped (Deoroller) oder abviechern (beim Tanzen abgehen).

Aber ich schweife ab… Mitten in der traditionsreichen Altstadt Wiens finden sich einige berühmte Lokalitäten wie der «Demel» oder das «Hotel Sacher». Ein weiteres ist das alteingesessenes Lokal „«Zum schwarzen Kameel»„, das ich bei diesem Besuch das erste Mal besucht habe.

Canapés und Diplomaten-Sandwiches

Vom Stephansdom aus geht man an der Pestsäule vorbei in die Bognergasse, wo sich das «schwarze Kameel» versteckt. Die Bar des Restarants ist bekannt für seine Brötchen und Canapés. Man gönnt sich hier gerne nach dem Feierabend ein Glas Sekt und dazu eines der äusserst ausgefallenen Häppchen.

Wenn ich nur schon die Namen höre, läuft mir das Wasser im Mund zusammen: «Beinschinken mit Kren», «Prosciutto mit Kapern“ oder «Brie mit Nüssen». Noch exquisiter sind «Blattspinat mit Lachskaviar» oder «Kalbsleberpastete mit Quittengelèe». Die Liste der Brötchen und Canapés ist lang, und man sollte sich dies in Wien direkt anschauen, auswählen und geniessen.

Am besten verbindet man an den Rundgang um den Stephansdom mit einem Besuch beim «Schwarzen Kameel. Nach dem zweiten Glas Sekt getraut man sich dann wahrscheinlich auch die Wiener zu fragen, warum das «Diplomaten-Sandwich» denn so heisst.

Ein paar Gastro-Tipps für Wien haben wir übrigens hier schon einmal gesammelt.

Fotos: Philipp Horak

Tagged: Archive, Österreich

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