Polen mit seiner über 500 Kilometer langen Ostseeküste hat eine alte maritime Tradition, die mit vielen Aktionen, Events und Attraktionen Urlaubern an Polens Stränden abwechslungsreiche Ferien bescheren.  Dazu gehört in diesem Jahr auch eine Menge Kultur, denn Polen übernimmt am 1. Juli für ein halbes Jahr turnusgemäss die EU-Ratspräsidentschaft. Ein paar dieser Veranstaltungen und Möglichkeiten, Polen von seiner Seeseite kennenzulernen, nennen wir euch hier:

Tagen des Meeres in Szczecin

Mit den „Tagen des Meeres – Sail Szczecin“ veranstaltet die Hafenstadt Stettin vom 10. bis 12. Juni eines der grössten Stadtfeste Polens. Auf der Oder zwischen Waly Chrobrego (Hakenterrassen) und dem Hafengebiet werden sich die weissen Segel aneinanderreihen.
Die diesjährige Ausgabe steht ganz im Zeichen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft. Die Bernsteinstrasse soll das einende Band Europas symbolisieren. So beginnen die Dni Morza mit einem Bernsteinkonzert der Stettiner Philharmonie. Gleichzeitig wird eine Bernstein-Ausstellung im Nationalmuseum eröffnet. Die Besucher erwartet ein Volksfest mit zahlreichen Attraktionen: Shantychöre wetteifern mit Rock- und Popstars um die Gunst des Publikums, Künstler und Kunsthandwerker arbeiten vor den Augen der Gäste, ein Jahrmarkt verspricht gute Unterhaltung.

Wie schon in den vergangenen Jahren werden zahlreiche Segelschiffe Besucher auf ihren Planken empfangen. Den Höhepunkt stellt die Parade der Oldtimerschiffe dar. Die alten Segel- und Motorboote mit Geburtsdatum vor 1950 sind ein Genuss für die Augen. Zum krönenden Abschluss der Seetage erwartet die Besucher am 12. Juni das traditionelle Grossfeuerwerk am nächtlichen Himmel.

Moderne Marina an der Mole von Sopot

An der mit gut 500 Metern längsten hölzernen Seebrücke Europas entsteht derzeit eine moderne Marina. Der exklusive Schiffslandeplatz im Seebad Sopot (Zoppot) soll am 20. Juni eröffnet werden und verfügt über 103 Liegeplätze für verschiedene Bootstypen mit einer Länge von bis zu 18 Metern.

Die Seebrücke in Sopot. Foto: WikimediaCommons; Rafikk.

Der knapp 20 Millionen Euro teure Yachthafen wird über ein kleines Hafenamt, Sozialräume für die Segler, ein Restaurant sowie über eine Aussichtsplattform verfügen. Sämtliche Vorgänge werden über ein elektronisches Verfahren abgewickelt. So erhalten Segler eine elektronische Mitgliedskarte, mit der sie ein- und auschecken sowie die einzelnen Einrichtungen nutzen können. Liegeplätze kosten während der Hauptsaison je nach Bootslänge zwischen 100 und 240 Złoty pro Tag (ca. 25 bis 60 Euro).

Von der Dreistadt zur Halbinsel Hel

Ein Besuch in der polnischen Hafenstadt Gdańsk (Danzig) lässt sich leicht mit einer kleinen Seereise und einem Strandtag kombinieren. Vom 1. Juni bis 31. August verkehren mehrmals täglich Fähren zum Fischerort Hel an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel. Von dort erstrecken sich Kilometer lange, breite Sandstrände. Die Fahrten mit dem sogenannten Wasser-Tram dauern knapp zwei Stunden und kosten umgerechnet fünf Euro je Strecke.


Am Strand von Hel. Foto: WikimediaCommons; Jan Jerszyński.

Mehrere tägliche Schiffsverbindungen nach Hel finden in dieser Zeit auch von Danzigs Schwesterstädten Sopot (Zoppot) und Gdynia (Gdingen) statt. Vom 23. Juni bis 31. August gibt es ausserdem tägliche Fahrten von Gdynia in den Ferienort Jastarnia (Heisternest), der im Zentrum der Halbinsel Hel liegt. Auf alle Fähren kann man zum Preis von 75 Cent auch ein Fahrrad mitnehmen.

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