Polen wird immer mehr zum attraktiven Winterurlaubsziel. In den letzten Jahren wurde viel ins touristische Angebot investiert: Pisten wurden gebaut und tolle Wellnesshotels mit Spas an vielen Wintersportorten aus dem Boden gestampft.

Am westlichsten und der deutschen Grenze am nächsten ist Polens erstes grosses Skigebiet im schlesischen Bergland des Riesengebirges. Im Riesengebirge gibt es drei inzwischen recht bekannte Wintersportorte. In Szklarska Poreba (Schreiberhau) gibt es 18 Kilometer lange Pisten, die bei Schneemangel von Schneekanonen mit Kunstschnee versehen werden. Die längste Abfahrt trägt den lustigen Namen Lolobrygida und ist 4’444 Meter lang, eine für polnische Verhältnisse aussergewöhnlich lange Piste.

Karpacz, das zu deutscher Zeit Krummhübel hiess, hatte schon lange vor dem Krieg einen guten Ruf als Wintersportort. Bis zur Scheekoppe (Sniezka), dem mit 1’603 Meter höchsten Berg Schlesiens ist es von Karpacz aus nicht weit; eine Skiwanderung dorthin ist überaus lohnend. Die Pisten sind acht Kilometer lang und verfügen über Schneekanonen und Flutlichtanlagen.

Das Langlaufzentrum Jakuszyce ist ein Ortsteil von Szklarska Poreba und hiess früher Jakobstal Dieses Paradies für Skilangläufer aller Leistungsklassen wird vom polnischen Skiverband betreut, entsprechend erstklassig gepflegt sind die Loipen. Klimabedingt gibt es in Jakuszyce den besten Schnee in Polen.

Ein weiteres grosses Skigebiet in Polen sind die schlesischen Beskiden, die zum Karpatenbogen gehörenund etwa 100 Kilometer südlich von Katowice liegen, dem einstigen Kattowitz in Oberschlesien. Auch hier gibt es Berge mit über 1’000 Metern Höhe. Ein guter Ausgangspunkt, um die Gegend zu erkunden, ist die Stadt Bielsko Biala. Die bekanntesten Wintersportorte dieser Region sind Szczyrk und Wisla, die Heimatstadt von Adam Malysz, dem Superstar der polnischen Skispringerszene.

Überall in den polnischen Wintersportorten, besonders aber in den Beskiden bauen Knirpse eifrig an kleinen Sprungschanzen. „Achtung – Malysz kommt“ ist der Schlachtruf, der Platz schafft für die künftige polnische Springerelite.

Das bekannteste polnische Wintersportgebiet dürfte die Hohe Tatra sein, ein Gebirgszug mit gut 2’500 Meter hoch aufragenden Bergen, das knapp 100 Kilometer südlich von Krakau liegt. Dort liegt auch Zakopane, das mondäne St. Moritz Polens. Neben der Gondelbahn auf den Kasprowy Wierch und der Standseilbahn zum Gulabowska gibt es im Zentrum des Skigebietes Hohe Tatra gut 50 weitere Sessel- und Schlepplifte und gepflegte Pisten, die notfalls mit Schneekanonen skitauglich gemacht werden. Auch sonst hat die Wintersporthauptstadt Polens ihrem pittoresken Ortskern allerlei zu bieten, das Après-Ski – Vergnügen kommt hier garantiert nicht zu kurz.

Alle Fotos: Brigitte Jäger-Dabek

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