Österreich ist alles andere als arm an kulturellen Highlights. Doch Salzburg, die älteste Stadt Österreichs und Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart, ist mit besonders vielen Kirchen, Museen und Denkmälern gesegnet. Als sei das nicht schon genug, liegt die Stadt im Nordwesten Österreichs auch noch traumhaft schön vor dem Alpenpanorama inmitten grüner Hügel. Schon Alexander von Humboldt sah Salzburg zusammen mit Neapel und Istanbul als eine der malerischsten Städte überhaupt an. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Der berühmteste Sohn der Stadt scheint bei einem Stadtrundgang allgegenwärtig, kein Schaufenster ohne das Konterfei des berühmten Komponisten, kaum ein Plakat ohne ihn wenigstens im Hintergrund, kein Laden, der mit Süsswaren auch nur entfernt zu tun hat, ohne die nicht minder berühmten Mozartkugeln in der Auslage und kaum eines der zahlreichen Festivals und Kulturevents, das den Bezug zu Mozart verweigern würde.

Die viertgrösste Stadt Österreichs beeindruckt in jeder Hinsicht. Es beginnt schon mit ihrer Lage zwischen den grünen Hügeln und bewacht von der mächtigen Feste Hohensalzburg, die Motiv vieler Künstler der Romantik war. Der Aufstieg – wem die 150 Höhenmeter zu viel sind, fährt mit der Festungsbahn hoch – lohnt sich, und verschafft einen ersten Überblick über die Stadt mit ihren Kuppeln und Türmen. Zauberhaft ist der Blick auf die Alpengipfel und das nahe Skigebiet Amadé. Wer mag, schaut sich das Kontrastprogramm der mittelalterlichen Feste an: hier die prunkvollen Säle der Erzbischöfe, dort Folterkammern und Gefängnis.

In die Salzburger Altstadt gelangt man zu Fuss nicht weit vom Sebastiansfriedhof, auf dem man in der Kapelle von Wolf-Dietrich Raitenau mit den hübschen bunten Deckenfliesen einen Stop einlegen kann über eine Brücke. Der „Mozartsteg“ ist eines der Wahrzeichen der Stadt und eine Fussgängerbrücke, die zum Ende des 19. Jahrhunderts im Eiffelturm-Stil aus Eisenstreben erbaut wurde, und direkt zum Mozartplatz führt.

Salzburgs Altstadt ist zu Fuss gut erschliessbar und besticht mit ihrem Wechsel zwischen engen, mittelalterlichen Gassen und barocker Prachtentfaltung. Und dabei geht natürlich nichts ohne den grossen Komponisten. Mozarts Taufkirche, den Salzburger Dom mit einem Fassungsvermögen von gut 20’000 Besuchern sollte man wegen seiner fantastischen Akustik am besten bei einem Orgelkonzert geniessen. Der weitläufige Platz gibt diesem Teil der Stadt ein mediterranes Flair. Nur einen Steinwurf entfernt liegt der Papagenoplatz, um den herum enge, verwinkelte Gassen malerisch-mittelalterliches Flair in Salzburgs barocke Pracht bringen.

Schönste der mittelalterlichen Gassen ist die Getreidegasse mit ihren mittelalterlichen Zunftzeichen. Die vielen Geschäfte, Boutiquen und Designerläden machen die Gasse zu Shoppingmeile der Stadt. Zu Mozarts Zeiten waren hier Armut und Schmutz zuhause. Hier, in der Getreidegasse 9, wurde Mozart 1756 in einer kleinen Mietwohnung geboren. Heute ist darin ein Mozartmuseum untergebracht, in dem viel Interessantes über die Lebensverhältnisse zu Mozarts Lebzeiten zu erfahren ist.
Im Jahr 1773 zog Familie Mozart an den Makartplatz, wo sie bis 1780 im Tanzmeisterhaus wohnte, nachdem es Vater Mozart mit seinen begabten Kindern einiges Geld gemacht hatte. Hier befindet sich das zweite Mozartmuseum, das über das Leben des Komponisten informiert und den Mythos Mozart erklärt. Nicht weit entfernt ist der Bastionsgarten, der in den barocken Mirabellgarten übergeht, aus dem die meisten Ansichtskartenmotive stammen.

Von der Linzergasse aus sollte man die Mühe nicht scheuen, den Anstieg auf den Kapuzinerberg in Angriff zu nehmen. Nicht nur, dass hier eine der schönsten Büsten den grössten Sohn der Stadt als ernsten, vergeistigten Mann ehrt, sondern auch der Blick von hier über die Kuppeln und Dächer der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Altstadt und der Salzach ist herrlich. Von hier erschliesst sich am besten der Charakter dieser durch den Salzhandel reichen Stadt, die dem Genie bald geistig zu eng und zu wenig freizügig wurde.

Und was wäre Salzburg ohne seine Kaffeehäuser: Ein wenig k.u.k.-Plüsch, ein wenig Wiener Schmäh – das 1705 gegründete „Tomaselli“ ist ein Muss bei jedem Salzburg-Besuch und war Mozarts Lieblingscafé. Das gegenüberliegende Café Fürst hat Mozart zwar nie betreten, doch dafür wurden hier die berühmten Mozartkugeln erfunden.

Wer etwas mehr Zeit hat, sollte das nur wenige Kilometer südlich von Salzburg liegende Schloss Hellbrunn nicht versäumen und entspannt durch die wunderschönen Gärten bummeln, die Wasserspiele geniessen und mit den Kindern den Salzburger Zoo erkunden.

Salzburg ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, irgendein kulturelles Highlight oder Festspiel erwischt man immer: Mozartwochen, Osterfestspiele, Pfingstfestspiele, das Salzburger Adventsingen oder den stimmungsvolle Christkindlmarkt.

Aktueller Hoteltipp: Das „Radisson Blu“, ein Vier-Sterne-Designhotel im Herzen der Stadt, ist derzeit „Hotel des Monats“ bei ebookers.ch. Das Angebot: 33 Prozent Rabatt bei Aufenthalten von mindestens drei Nächten. Ein Doppelzimmer ist damit schon ab CHF 82.- pro Nacht zu haben. Buchbar ist dieser Sonderpreis nur noch bis zum Mittwoch, 15. Juni 2011. Die Reise kann dann aber bis 4. September 2011 angetreten werden. Und hier geht’s zur Buchung.

Alle Fotos: Tourismus Salzburg.

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