Wer Skandinavien liebt, der muss Malmö gesehen haben. War es einerseits der Schmelztiegel, welcher früher Dänemark und Schweden zusammenbrachte, so ist die Stadt heute durch die starke Einwanderung geprägt. Enfant terrible Zlatan Ibrahimovic beispielsweise wuchs als Nachkomme bosnischer Immigranten, im Übelquartier Rosengard auf.

Öresund

(Foto: Wikicommons)

Ein bisschen spitz könnte man sagen, dass Kopenhagen und Malmö im Grunde Schwestern sind: Die dänische Hauptstadt übernimmt dabei den Part der grossen Schwester – enorme Einwohnerzahl, laut, regionales Wirtschaftszentrum –, Malmö jenen der kleinen – schliesslich handelt es sich dabei um eine der gemütlichsten, gemächlichsten nördlichen Städte, die ich bisher gesehen habe. Verbunden sind die beiden Städte, die eine internationale Agglomeration bilden, durch die Öresundbrücke, die 2000 eingeweiht wurde.

Nach der schwedischen Kapitale Stockholm und dem ebenso gemütlichen Göteborg ist Malmö die drittgrösste Stadt Schwedens. Und das merkt man der Stadt überhaupt nicht an. Baulich geprägt ist sie vor allem durch die vielen Backsteinhäuser (England und Nordsee lassen grüssen) und insbesondere durch die zahlreichen Pärke. Man kann stundenlang von einem Park in den nächsten wandern – dabei verliert man das Gefühl, in einer Grossstadt zu sein.

Ganz besonders zu empfehlen, ist ein Spaziergang an den Strand, wo man bei warmem Tee von weitem den Öresund bestaunen kann. Ebenso zu empfehlen ist, immer genügend Bargeld mitzuführen, denn es kann sein, dass gerade ein Stromausfall die ganze Stadt lahmt legt und man – nur mit Kreditkarten bewaffnet – nicht mal ein Brötchen kaufen kann, um seinen Hunger zu stillen. Aber…das kann ja eigentlich überall passieren.

Tagged: Archive, Schweden

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