Die Fakten sind nüchtern: Genf ist mit seinen 200.000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt der Schweiz und liegt im äussersten Westen des Landes. Sie gilt als kleinste der grossen Metropolen der Welt. Doch Genf hat noch mehr Beinamen – und die tönen schon interessanter: Grünste Stadt Europas, Stadt des Friedens, Stadt der Reformation. Sie stimmen alle, diese Namen, doch für sich allein stellen sie jeweils nur eine Facette Genfs heraus. Nur die Gesamtheit erschliesst die ganze Vielfalt der Stadt. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Die Internationalität und das multikulturelle Lebensgefühl rührt von der Vielzahl der hochrangigen internationalen Organisationen, die in Genf ihren Sitz haben. Die Europa-Niederlassung der Vereinten Nationen wie auch das Rote Kreuz haben in Genf ihren Sitz, dazu die Missionen von rund 160 Staaten, die hier ihre Länder bei diesen Organisationen vertreten. Je weiter die Globalisierung fortschritt, desto mehr Konferenzen fanden hier auch statt. Die internationale Finanzwelt hat hier ein Zentrum mit rund hundert ausländischen Banken, auch Wirtschaftsforen nutzen diese Ballung.

Dazu lebt es sich angenehm in Genf. Egal ob man als Reisender oder zur Arbeit hier weilt. Die Lage zwischen Alpen, Jura und dem Genfersee, genau dort, wo die Rhône aus dem See tritt, sowie das milde Klima und die Nähe zu Italiens Norden und Frankreichs Süden bringen einen Schuss mediterrane Leichtigkeit nach Genf.

Dazu ist Genf ausgesprochen hübsch anzusehen mit seinen Hotel-Prachtbauten am Quai du Mont-Blanc am rechten Seeufer, unter ihnen gleich mehrere weltberühmte Klassiker wie das Hotel „Beau Rivage“, oder das „Hotel de la Paix“. Alle blicken sie auf den See und das Wahrzeichen der Stadt, den besonders bei Dunkelheit spektakulär angestrahlten Jet d’Eau. Die Fontäne wurde 1891 an der Hafenmole Jetée des Eaux Vives errichtet und spritzt das Wasser 145 Meter in die Höhe. Schöne Promenaden, Quais und gepflegte Parkanlagen ziehen sich hoch in den Norden. Am Quai Wilson am rechten Ufer des Genfersees befindet sich auch das 1875 als Luxushotel erbaute „Palais Wilson“, das heute Sitz der UN-Menschenrechtskommission ist

In einer der grossen Parkanlagen am rechten Ufer, dem Ariana-Park, findet man das riesige Palais des Nations, den europäischen Sitz der Vereinten Nationen. Der neoklassizistische Bau ist nach Versailles das zweitgrösste Palais in Europa. Das Gebäude wurde einst vom Völkerbund genutzt und dient seit 1945 der UNO als Europa-Dependance. Formal ist es ein Staat im Staat, ein exterritoriales Gebiet mit Zollautonomie.

Nur einen Steinwurf entfernt, ebenfalls an der Avenue de la Paix, steht der Sitz des Internationalen Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds. Daneben findet man das sehenswerte Museum zur Geschichte des Roten Kreuzes, dessen Grundsteinlegung Nancy Reagan und Raisa Gorbatschowa 1985 gemeinsam vornahmen.

Auf das linken Rhône- und Seeufer hinunter blickt man von den Hügeln der bildschönen Genfer Altstadt aus, die sich mit ihren verwinkelten und immer belebten Gassen um die Place du Bourg.de-Four drängt. Hier, am ältesten Platz der Stadt, befand sich einst das Forum Romanum. Hier bummelt man gern, shoppt in eleganten Läden, flaniert am See entlang. An der Nordseite des Platzes steht unübersehbar auf dem höchsten Altstadtpunkt die ab 1150 erbaute Kathedrale St. Pierre. Hier predigte im 16. Jahrhundert der Reformator Jean Calvin 20 Jahre lang, und so wurde Genf zu einem Zentrum der calvinistischen Reformation. Neben der Kirche im Palais Maison Mallet kann man im Museum der Reformation mehr darüber erfahren.

Ein Spaziergang über die Grand-Rue führt zum Geburtshaus des Schriftstellers und Philosophen Jean-Jacques Rousseau. Dort kann man im Museum Espace Rousseau in die Gedankenwelt des europäischen Vordenkers eindringen.

Genf geniessen, heisst auch, auf dem Wasser unterwegs zu sein. Mit den Wassertaxis, den „Mouettes“, setzt man schnell von einem Ufer zum andern über. Eine solche See-Kreuzfahrt erschliesst den ganzen Zauber der Stadt zu dem wie in einem guten Theater eine einzigartige Kulisse gehört mit tollen Bergpanoramen, Burgen und prächtigen Villen und Residenzen.

Spektakuläre Ausblicke geniesst man auch vom Berg Salève aus, der schon zu Frankreich gehört. Eine Seilbahn führt in wenigen Minuten auf 1100 Meter Höhe und ermöglicht einen grandiosen Blick auf Genf, den See, Jura und die Alpen mit dem Montblanc.

Reisetipp

Besonders günstig bei ebookers.ch zu haben ist zur Zeit das „Kipling Manotel“, ein Hotel mit überraschenden Details und exotischem Ambiente. An den kommenden Wochenenden sind Übernachtungen im “Kipling Manotel” zehn Prozent günstiger als sonst. Gebucht werden kann das Sonderangebot bis 30. September (und zwar hier). Die Reise lässt sich dann bis 31. Dezember dieses Jahres antreten.

Alle Fotos: Genf Tourismus.

Tagged: Archive, Schweiz

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*