Lausanne, die 125.000-Einwohner-Stadt am Genfer See ist Teil der Metropolregion Genf-Lausanne und gehört zur französischsprachigen Schweiz. Doch nicht diese nüchternen Fakten (oder etwa der Status als „Kulturzentrum der Westschweiz“ mit vielen Museen) machen die Stadt so interessant. Es ist die besondere Lebensqualität, und die ist in der Summe eine Kombination aus der gelassenen französischen Lebensart und der herrlichen Lage Lausannes.

Über den Dächern Lausannes. Foto: WikimediaCommons; Chmehl.

Im Gegensatz zum eher kosmopolitischen Genf ist man hier schon fast in Frankreich. Die angenehme Grösse der Stadt machen Lausanne ideal für einen Wochenend-Trip!

Da wäre einmal der Zauber des Sees mit dem speziellen Licht und dem traumhaften Blick hinüber zum französischen Evian am Fusse der Savoyer Alpen. Das Licht, die traumhafte Landschaft zusammen mit dem südländischen Flair förderte schon immer die Kreativität und zog ganze Scharen von Künstlern an, von Jean-Jacques Rousseau über Murice Bejart, Georges Simenon und Lord Byron zieht sich die Reihe hin bis zu Charlie Chaplin.

Doch damit nicht genug der Idylle! Eine Viertelstunde ausserhalb der Stadt führt der anspruchsvolle Radwanderweg nach Vevey an unzähligen romantischen Winkeln vorbei durch das Land der Weinberge von Lavaux, die sogar UNESCO-Welterbe-Status haben. Aber wo Wein ist, da muss auch Käse her, und der wird um Lausanne herum in aussergewöhnlicher Qualität produziert: Nirgendwo sonst ist der Greyerzer – oder Gruyère, wie man hier sagt – so cremig.

Das heutige Stadtgebiet von Lausanne ist seit dem vierten Jahrtausend vor Christus besiedelt. Die Lage am historischen Schnittpunkt wichtiger Handelsstrassen zwischen Nordsee und Mittelmeer, liess die Stadt aufblühen. Lausanne liegt auf den drei Hügeln Cité, Le Bourg und Saint-Laurent auf rund 500 Metern Höhe über dem Nordufer des Genfer Sees und hat viele Beinamen.

Foto: Keystone; Gaetan Belly.

„Stadt der Kultur“ wird Lausanne genannt wegen der vielen Festivals und Museen, aber auch das Kammerorchester und das von Maurice Béjart gegründete Ballet haben Weltruhm. „Olympia-Stadt“ wird Lausanne genannt, weil die Stadt seit 1915 Sitz des Internationalen Olympischen Kommitees ist. Das Olympische Museum berichtet über die Geschichte der Olympischen Bewegung und eben jener Spiele.

Lausannes kulturhistorisch wohl bedeutendstes Gebäude ist die gotische Kathedrale Notre Dame mit der herrlichen Orgel, die mit ihren 7.000 Pfeifen sowohl ästhetisch wie auch akustisch ein Meisterwerk ist.

Der Türmer der Kathedrale ruft jede Nacht zwischen 22 und 2 Uhr zur vollen Stunde die Uhrzeit aus. Foto: WikimediaCommons; Greatpatton.

Um das Gotteshaus herum liegt auf dem Kathedralhügel das Quartier de la Cité, Lausannes Altstadt, mit vielen mittelalterlichen Bauten wie dem alten bischöflichen Schloss, Resten der alten Stadtbefestigung, dem Schloss Saint-Marie und der alten Akademie.

Das Quartier de la Palud samt seinen schönen Renaissance- und Klassizismusfassaden ist mit dem Quartier de la Cité durch hölzern gedeckte Treppen verbunden. Dieser Stadtteil kann seine alte Bedeutung als Marktviertel nicht verleugnen; noch heute finden hier die Wochenmärkte statt. Hier liegt auch das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert. Im nahen Quartier du Bourg sollte man die reformierte Kirche Saint François mit ihrem schönen Kreuzgewölbe nicht verpassen, die ursprünglich zum 1258 gegründeten Franziskanerkloster gehört. Geschäftiger Mittel- und zentraler Treffpunkt der Lausanner ist die Place St. François: Hier shoppt man, hierher kommt man, wenn man sehen und gesehen werden will. Am Übergang zum Quartier Saint-Laurent sieht man noch die alten Strukturen der Stadt, die Tour de l’Ale, ein mächtiger Rundturm aus dem 13. Jahrhundert, wachte über den Zugang zum Stadtviertel.

Aber nicht nur Lausannes Bauwerke  – von der Gotik über Renaissance, Barock und Klassizismus bis hin zur Moderne ist alles vertreten – imponieren! Das wohl schönste Viertel zum Bummeln ist ganz unten am See die einstige Fischersiedlung Ouchy. Dorthin kommt man entweder zu Fuss, oder mit der Metro, einem fast futuristisch wirkenden supermodernen Verkehrsmittel.

Die einzige Metro der Alpen bewältigt weltweit einmalige Steigungen von zwölf Prozent. Foto: WikimediaCommons; Spsmiler.

Unten am Quai d’Ouchy entfaltet sich dann die ganze Schönheit von Lausannes Lage: Eine Flaniermeile wie am Mittelmeer mit Alpenpanorama verströmt mediterranes Lebensgefühl.

Reisetipp: ebookers.ch kooperiert in Lausanne mit 20 Hotels. Zur Übersicht gelangt ihr hier.

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