Paris hat den Eifelturm, London den Big Ben, New York die Freiheitsstatue. Paris bietet den Louvre, London die Tate Gallery of Modern Art und New York das MOMA. Das könnte man nun ewig so weiter treiben. London, Paris und New York sind nicht unverdient grosse Touristenmagneten. Sie bieten alle drei ein äusserst breites Angebot für jeden Geschmack. In allen Städten muss man sich wesentlich mehr als einen Tag Zeit nehmen, um nur einmal das Pflichtprogramm abzuspulen.

Wie sieht es da in Singapur aus? Der Stadtstaat ist aufgrund seiner geografischen Lage, wie auch Qatar, Abu Dhabi, Dubai, Hong Kong, Bangkok oder Kuala Lumpur zu einem Hub angewachsen, der vor allem die Fliegerstrassen Europa-Australien bedient. Mit Singapore Airlines hatte der Staat natürlich auch eine Airline, die viele Passagiere zum Flug via Singapur bewegte. Doch aussteigen wollte früher eigentlich niemand. Die Konkurrenz war mit Hong Kong und Bangkok als Destination und deren hochklassigen Airlines Cathay Pacific und Thai Airways zu gross. Als dann in letzter Zeit auch die arabischen Airlines immer besser wurden, musste man zusätzlich neue Gründe finden, die Passagiere anzulocken. Singapur und die arabischen Destinationen begannen einen teils wunderschönen, teils übertriebenen Tourismus-Bauboom. Auch vom globalen Wirtschaftsaufschwung unterstützt, entstanden Hotels und Sehenswürdigkeiten. Abu Dhabi hat bald einen eigenen Louvre. Dubai hat neben Schneepiste, Burj Dubai und The Palm noch dutzende weitere Attraktionen. In Dubai steht nun auch das höchste Gebäude der Welt. Nur schon dies wäre für mich ein Grund, einen Stop-over in Dubai einzulegen, wenn ich sowieso über den Hub nach Asien fliege.

Auch Singapur schielt immer mit einem Auge nach Dubai und Abu Dhabi. Mit dem ersten und vorläufig einzigen Nachtrennen in Formel 1, hat Singapur natürlich einen riesigen Coup gelandet (Abu Dhabi führt auch ein F1-Rennen durch). Die Werbetrommel für die Destination läuft so jedes Jahr – und ist zeitlich ideal fürs Wintergeschäft, wenn wir Europäer in die Wärme fliegen möchten.

Meiner Meinung nach kann Singapur als Destination gut mit den anderen Städten mithalten. Im Gegensatz zu den Metropolen London, Paris und New York kann man das Pflichtprogramm in Singapur aber noch immer gut in einem Tag erledigen. Einen Stop-over ist der Stadtstaat aber definitiv Wert. Wer länger Zeit hat, wird merken, dass auch darüber hinaus viel zu entdecken ist.

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Das Pflichtprogramm spielt sich innerhalb kurzer Distanzen ab, auch wenn ich das Taxi als Fortbewegungsmittel vorschlagen würde. Eine der schönsten Aussichten hat man vom Singapore Flyer (Foto oben), dem grössten Riesenrad der Welt. Direkt an der Bucht gegenüber der Skyline sieht die Stadt in schwindelerregender Höhe ganz überschaulich aus. Von hier oben ist auch die Formel1-Strecke einfach nachzuvollziehen. Neben dem Riesenrad ist die grosse Freilufttribüne zu sehen, wo die Rennwagen vorbeiflitzen. Momentan prägt auch eine grosse Baustelle die Aussicht.

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In Anschluss an die Skyline entsteht ein grosser Komplex mit Casino, Theater, Museum und Hotel. Um dem Ganzen noch ein i-Tüpfelchen aufzusetzen, verbanden die Planer das Dach der drei Hoteltürme. Darauf entsteht nun eine Gartenlandschaft, um im Grünen die Aussicht geniessen zu können. Beim Singapore Flyer zeigt ein Modell (Foto unten), wie die Aussicht vom Riesenrad in Zukunft aussehen wird.

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Diese neue Welt um die Bucht zielt klar auf den Touristen ab. Um die Bucht wird man am Ende gemütlich flanieren können und gegen Abend flussaufwärts Richtung Boat Quay und Clark Quay schlendern können, wo man gut essen, etwas Trinken und abfeiern kann.

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Foto: Wikipedia

Man sieht, Singapur ist durchaus einen Stop-over wert!

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