La Gomera, die zweitkleinste der Kanarischen Inseln, befindet sich 30 Kilometer westlich von Teneriffa im Atlantik vor der afrikanischen Küste. Sie liegt fast 1000 Kilometer vom spanischen Mutterland entfernt. Die zwölf Millionen Jahre alte Insel ist vulkanischen Ursprungs und ein ideales Urlaubsziel für Wanderer und Naturliebhaber.


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Geprägt ist die Insel vom 1487 Meter hohen erloschenen Vulkan Garajonay. Der Vulkan bildet das Herz eines Nationalparks, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Der Garajonay-Nationalpark ist eine beeindruckende Natur-Sehenswürdigkeit. Rund um den Vulkan sind auf Bergrücken und den Schluchten dazwischen immer wieder faszinierende Urwälder mit grosser Artenvielfalt an Vögeln. Einmalig sind die genauso artenreichen immergrünen Lorbeerwälder.

Doch auch das übrige La Gomera hat mehr Ursprüngliches aufzuweisen, als die anderen Kanareninseln. An den Klippen von Punta de las Salinas ziehen sich auf 200 Metern Längen die Los Organos entlang, eine Gruppe von Basaltröhren, die das Aussehen von Orgelpfeifen haben und genauso angeordnet sind.

Foto: WikimediaCommons; Rainer Haessner.

Auf der ganzen Insel gibt es ursprüngliche Dörfer, in denen das Leben seinen gewohnten Gang geht, Städte mit traditioneller Bauweise, Kirchen und Festen, in denen alte Bräuche gepflegt werden. Auf La Gomera wurde vieles bewahrt, was auf den anderen Inseln vergessen ist, wie die Pfeifsprache El Silbo.

Abgeschiedene Täler, meist mit üppigem Grün gesegnet, ziehen Radfahrer und Mountainbiker für ihre Inseltouren an. Eines der schönsten Täler ist das Valle Gran Rey an der Westküste von La Gomera. Hier gibt es Orte wie La Calera, das förmlich am Fels zu kleben scheint, mit sehr verwinkelten Gassen.
Hält man sich nördlich, ist plötzlich das Meer zu sehen und der Strandort La Playa mit seiner hübschen Promenade. Wendet man sich in La Calera Richtung Süden, kommt man bei der Apartmentsiedlung La Puntilla ans Meer, das über eine schöne von Palmen gesäumte Uferpromenade mit dem Hafen Vueltas verbunden ist. Der idyllische Fischerhafen liegt zu Füssen steiler Klippen und verströmt noch ursprüngliches Flair.

Die Inselhauptstadt San Sebastian hat eine hübsche Innenstadt mit malerischen kleinen Strassen und Gassen und den Innenhöfen mit ihrem üppigen Blumenschmuck. Abends lädt die Stadt zum Bummeln ein mit ihren netten Geschäften, vielen Restaurants und Bars, in denen man auch Einheimische trifft und mit ihnen original einheimische Gerichte geniesst.

Foto:WikimediaCommons; WouterHagens.

San Sebastian verfügt mit Playa de la Cueva über einen besonders schönen Strand, von dem man einen tollen Blick auf Teneriffa und den Pico de Teide geniessen kann.

Neben Wanderern, Mountainbikern und Radfahreren kommen auf La Gomera also auch Strandhungrige auf ihre Kosten. Die Küsten sind sehr abwechslungsreich mit gewaltigen, schroffen Felsklippen sowie idyllischen Lagunenstränden wie Playa del Ingles, einem der schönsten Strände von la Gomera.

Playa de Santiago im Süden der Insel ist ein Ferienzentrum. Der Ortsteil Laguna liegt nur einen Kilometer von San Sebastian entfernt, von Bananenplantagen und verwitterten Herrenhäusern umgeben. Am Hafen in Playa gibt es traditionelle kanarische Fischerboote und eine Hafenpromenade, an der man auf den Terrassen der vielen kleinen Restaurants und Bars den Abend geniessen kann.

Tagged: Archive, Spanien

Kommentare

  • Peter

    Das stimmt, La Gomera ist eine wunderbare Insel, gerade die Lorbeerwälder sind wunderbar. Noch nicht so Touristische und auch wunderbar zum Wandern ist die Nachbarinsel La Palma. Generell kann man sagen, das die kanarischen Inseln ein Besuch wert sind. Interessanterweise kann aber keiner sagen, der auf einer Insel war, dass er die Kanaren kennt. Die Inseln unterscheiden sich sehr, auch wenn sich nebeneinander liegen.

    22. Juni 2012 at 02:19

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