Spanien gilt als ein westliches Land. Deshalb erwartet man auch ein flächendeckendes und alle Bedürfnisse befriedigendes Verkehrssystem…

Die neu eingeführte Bahnlinie zwischen Madrid und Barcelona

(Foto: Keystone / Manu Fernandez)

In Spanien macht das Reisen Spass, denn das Land ist verkehrsmässig sehr gut erschlossen. Mit Bus und Bahn gelangt man praktisch in jedes Hühnerdorf. Bus fahren ist in Spanien vergleichsweise billig. Man kann zwischen Routen wählen, auf denen der Bus nach jeden 100 Metern anhält oder sich für eine schnelle Verbindung entscheiden, die dafür meistens ein bisschen teurer ist.

Auch Zug fahren ist unkompliziert. Das Schienennetz der staatlichen Eisenbahngesellschaft RENFE verbindet Städte und Regionen der gesamten Iberischen Halbinsel. Von Madrid aus verkehren Hochgeschwindigkeitszüge nach Málaga, Lleida, Cádiz und Huelva. Ende Februar ist eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke dazugekommen: Madrid – Barcelona.

In und nach Spanien kann man auch fliegen...

(Foto: Keystone / Paul White)

Für die 630 km braucht der Zug nur drei Stunden. Wem das immer noch zu langsam ist, der kann auch das Flugzeug nehmen. In Spanien gibt es über dreissig internationale Flughäfen, die nationale Airline heisst Iberia. Per Flugzeug gelangt man auch zu den Balearen und den Kanaren.

Bezügliche Schifffahrt: Es gibt zahlreiche Verbindungen zwischen Algeciras in Südspanien und der nordafrikanischen Enklave Ceuta sowie zwischen Málaga (bzw. Almería) und Melilla, zwischen Barcelona (bzw. Valencia, Alicante) und den Balearen. Auf die Kanarischen Inseln gelangt man per Schiff von Cádiz aus. Dann gibt es noch die Möglichkeit mit der Katamaranfähre von Barcelona nach Mallorca zu fahren. Diese Verbindung dauert drei Stunden und wird zweimal täglich angeboten.

Zug in Mallorca

(Foto: Wikipedia)

Das städtische Nahverkehrssystem in Spanien kann sich ebenfalls sehen lassen. Die Städte Barcelona, Valencia, Bilbao und Madrid besitzen eine U-Bahn, für die man recht preiswerte Sammelkarten kaufen kann. In Barcelona und Madrid zum Beispiel gelangt man durch den Untergrund bequem und schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Wer mit dem Mietwagen fahren möchte, sollte wissen, dass er auf den autovías kostenlos fahren kann, auf den autopistas (den Schnellstrassen) jedoch fast überall Maut-Gebühren zahlen muss. Es gibt jedoch auch zweispurige Schnellstrassen, die den Norden mit dem Süden Spaniens verbinden und kostenlos benutzt werden können. Der Autoverkehr ist ein bisschen chaotisch, aber längst nicht so schlimm wie beispielsweise in Italien. Niederlassungen der üblichen Mietwagenverleihs findet man am Flughafen und in den grösseren Städten.

Velo fahren kann ich in Spanien nicht empfehlen. Im Gegensatz zu unserer Heimat, wo bei einem Crash zwischen einem Auto und einem Velo meistens der Autofahrer Schuld ist, würde es in Spanien nur heissen: Warum traut sich dieser Depp auch mit dem Velo auf die Strasse? Fahrräder dienen in Spanien ausschliesslich zu sportlichen Zwecken – hier und da trifft man auf Rennradfahrer und Mountainbiker – und werden als Verkehrsmittel – vor allen in den Städten – ungläubig beäugt. Radwege gibt es nur in typischen Touristenregionen. In den Innenstädten sucht man danach vergebens.

Wer eine schöne Zugreise durch Andalusien machen möchte, kann diesen Wunsch mit dem luxuriös eingerichteten Al-Andalus-Express verwirklichen. Die Fahrtzeit dauert fünf Tage. Webseite auch auf Deutsch.

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