Die kleine Airline Kulula aus Südafrika hatte schon vor der Weltmeisterschaft für einige rote Köpfe und schmunzelnde Kunden gesorgt. Nun legten sie mit einem Newsletter und einigen Fotos zu ihren neuen Flieger noch einen drauf. Doch dieser Post würde viel zu lang, wenn wir hier alles auflisten würden. Drum alles schön der Reihe nach.

Leg dich mit der FIFA an

Alles fing kurz vor derWeltmeisterschaften an, als die Billigairline Kulula eine Werbekampagne startete und lauthals verkündete: Wir sind der inoffizielle Sponsor der „Ihr-wisst-schon-was“. Auf dem Plakat fanden sich dutzende Anspielungen zum Fussball und den Spielen. Doch alle Zeichnungen konnten auch anders interpretiert werden. Wo es nicht ganz eindeutig war, vermerkte es Kulula auch noch schriftlich.

Das fanden alle ausser der FIFA supertoll. Natürlich ging das Ganze ziemlich schnell zu den Anwälten beider Firmen und die FIFA schaffte es, die Anzeige zu blockieren. Grund dafür waren zwei Dinge: Einerseits wurden Vuvuzelas abgebildet – heutzutage ein bekannter Begriff bei allen. Zudem war auch noch die südafrikanische Flagge auf dem Plakat. Diese beiden Attribute waren anscheinend genug Referenzierung zur Fussballweltmeisterschaft.

Lernen und nachlegen

Kaum war die landesweite Anzeigekampagne gestoppt, arbeitete die Marketingabteilung von Kulula bereits am nächsten Plakat. Man lernte und ging mit einer neuen Werbung in die Vollen. Der Titel „Nicht nächstes Jahr und auch nicht letztes Jahr, sondern irgendwo dazwischen.“ Die Jahreszahl 2010 ist natürlich auch ein klares Symbol für eine WM (1954, 1974, 1990, 2006, wir fahren nach Berlin…). Hier konnte die FIFA nichts tun. Die Vuvuzelas wurden durch Golftees ersetzt (Golftees sind die kleinen Holznägel, worauf man beim Abschlag die Bälle setzt), die Flagge wurde weggelassen und alle fussballänlichen Grafiken zur Sicherheit auch noch mit Diskokugeln und Rugby-Bällen ausgetauscht.

Humor bis zum bitteren Ende

Und sie zogen die Kampagne komplett durch. Am besten gefielen mir die Servietten auf dem Flugzeug. Als die Südafrikaner aus dem Turnier ausschieden, stand auf den Servietten im Flugzeug:

„Unsere Jungs haben verloren. Und das ist gut so. Weil man mit jeder Niederlage auch was dazulernt, stimmt’s? Wir nehmen an, Sie brauchen einen Moment für sich. Trocknen Sie Ihre Tränen hiermit, umsonst zur Verfügung gestellt von Kulula. Die inoffizielle Fluggesellschaft von keinem nur annähernd in Verbindung stehenden zur Zeit stattfindenden Event in Südafrika.“

Mumm muss man haben. Ob das ganze eine rechtliche Strafe absetzt, weiss man nicht so genau. Das Ziel, die Marke über die Landesgrenzen hinaus bekanntzmachen, hat die Marketingabteilung jedenfalls erreicht.

Anmerkung: Weitere Posts zum Kulula-Humor folgen in Kürze.

Bilder: www.10and5.com

Tagged: Archive, Südafrika

Kommentare

  • ulli maier

    the idea is great, makes you laugh and show that they have a great sense of humor. finally an airline who shows african spirit

    6. September 2010 at 19:45

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