Die Abenteuergeschichte eines jungen Mannes, der glaubt, auf einer Insel in Thailand das Paradies gefunden zu haben.

'THE BEACH

Ja, ich weiss, allgemeines Stöhnen füllt den Raum, kaum wird The Beach als guter Film bezeichnet. Hier soll es nun aber um das Buch und nicht um den Film gehen. Dieser war nämlich die schlechteste Buchverfilmung aller Zeiten, trotz hervorragender Kulisse auf Kho Phi Phi. Deshalb hier ein Plädoyer für das Buch an alle, die nur den Film kennen aber davon träumen, mal mit dem Rucksack durch Thailand zu reisen: Vergesst diesen schrecklichen Film, die Fehlbesetzung und die unmögliche Handlung und gebt dem Buch eine Chance – es wird euch nicht enttäuschen.

Für jene, die sich wundern und nicht wissen wovon ich spreche: The Beach handelt von einem jungen englischen Backpacker, der in Bangkok von einem anderen Reisenden, kurz bevor sich dieser umbringt, eine Karte erhält, die zu einem einsamen Strand auf einer abgelegenen Insel führen soll. Zusammen mit einem französischen Paar macht er sich auf den Weg, dieses vermeintliche Paradies zu finden.

Der Roman ist auf der Oberfläche ein spannender Abenteuerroman, der sich bestens dafür eignet, die Zeit zwischen den Reisen zu füllen und ein wenig zu träumen. Die Bilder, die man sich von der Insel macht, sind bezaubernd. Auf einer anderen Ebene regt das Buch aber auch zum Nachdenken an, in dem der Autor andeutet, dass wir so sehr ein Produkt unserer westlichen Kultur sind, dass wir, sollten wir tatsächlich ein Utopia finden, nicht umhin kommen, es zu verunreinigen und letztlich zu zerstören.

Tagged: Archive, Thailand

Kommentare

  • Dusan

    Wurde zu Ende gelesen. Ich habe wohl einiges gelesen, doch diesen Roman verschlang ich innert weniger Tage. Hat mich von der ersten Seite an gepackt, wohl auch, weil ich die Kinoversion bereits super fand – auch wenn sie einige Schwächen hat.
    Trotzdem: Ich habe mich sofort ins Werk hineinversetzt. Leider waren die Bilder, die man sich normalerweise von der Landschaft etc. macht, durch den Film bereits besetzt… Deshalb sehe ich am Beach eben immer nur PhiPhi…

    9. Oktober 2008 at 09:18
  • Andrea

    das buch ist aber ganz anders wie der film, gäll?

    9. Oktober 2008 at 12:12
  • Dusan

    Ja, absolut! Aber das ist ja bei den meisten Verfilmungen so. Drum entscheide ich mich meistens auch für das Eine (Buch oder Verfilmung). Ich weiss noch, wie ich enttäuscht war, als ich 1984 gesehen habe (das Buch von Orwell hatte ich während der Schule verschlungen). Trotz John Huston ein schrecklich schlechter Film…

    Wobei! Der Di Caprio scheint mir da schon die ideale Besetzung zu sein. Auch wenn das Backpacking-Gefühl im Buch 10000000000x stärker rüberkommt als im Film – aber eben, wie schon erwähnt, auch der Film hatte mich so richtig gepackt…

    9. Oktober 2008 at 14:10
  • Andreas

    1984? Von dort stammt doch die Bezeichnung „Bog Brother“, nicht wahr?

    Also der Beach-Film ist im Vergleich zum Buch wirklich einfach nur grottenschlecht! Da kommt gar keine Stimmung auf.
    Die gar wichtigste Figut des Buches („Jed“) kommt auch gar nicht vor. Schade, denn er steht fürs eigentliche „So What“ der Truppe. und am Schluss drehen die Bewohner ja gar nicht durch (wie im Buch), was ja vieles über diese „Komune“ aussagt. Der Film benötigte eben (hollywoodlike) ein Quasihappyend und alle sind wieder glücklich 🙂

    10. Oktober 2008 at 13:54
  • Andrea

    Ganz genau! Und das Leo di Caprio im Film etwas mit der Französin anfängt, widerspricht absolut dem Charakter, den die Hauptfigur im Buch hat.

    10. Oktober 2008 at 14:11
  • Andreas

    @Andrea: Da hast du absolut Recht!
    Der Leo kämpft ja gar nicht gegen seine Gefühle an, und nebenbei: er legt ja schliesslich auch noch Sal flach! Da wollten die Macher des Films halt neben Drogen und Gewalt auch noch das dritte „Boulevard“-Thema einbauen, nämlich Sex. Ist nicht so recht gelungen…

    10. Oktober 2008 at 16:14
  • Andreas

    Übrigens danke auch noch für die anderen Tipps über die Backpacker-Romane. Werde sie mir bald mal zulegen.

    10. Oktober 2008 at 16:15
  • Andrea

    hui ja, das mit der sal habe ich ja vollkommen verdrängt. ich hasse diesen film…

    Büchermässig sind „backpack“ von emily barr und „losing emma“ am besten. super mischung aus reisen und spannung und kaum wegzulegen!

    10. Oktober 2008 at 20:13
  • Dusan

    uiuiui, da stehe ich wohl ganz allein in der ecke! ich sage ja nicht, dass der film besser ist als das buch. es ist nur so, dass ich den film auch ziemlich spannend finde und ihn auch immer wieder kucke. (habe ihn als dvd zuhause.)

    klar weicht der film von garlands novelle ab, doch das ist ja mit den meisten filmen so, siehe 1984, i am legend etc. etc. etc.

    11. Oktober 2008 at 11:06
  • Andrea

    jaja ist ja gut, wir wollen dich ja gar nicht mobben 🙂

    Für mich waren bisher alle Buch-Verfilmungen, die ich gesehen habe, Enttäuschungen (ausser vielleicht Harry Potter) – und trotzdem muss ich einfach jeden Film sehen, von dem ich auch das Buch gelesen habe. Ist zwanghaft…bin also selbst schuld. Ich finde aber den Film zu The Beach auch unabhängig vom Buch grottenschlecht. V.a. diese Szenen, in denen Leo di Caprio wie eine Figur in einem Computerspiel ist. Ach ja, und ihn als Schauspieler mag ich sowieso nicht – Der Film hatte bei mir also gar nie eine Chance :-))

    11. Oktober 2008 at 16:22
  • Andreas

    Also jeder darf natürlich immer noch seine Meinung öffentlich sagen…sind schliesslich nicht in Venezuela oder Libyen…

    Harry Potter habe ich zwar nicht gelesen, aber der Film war trotzdem eine gute Unterhaltung.

    Ich habe übrignes noch ein Beispiel einer schlechten Verfilmung: Homo Faber! Grottenschlecht sag ich da nur…

    13. Oktober 2008 at 16:08
  • Andreas

    Eigentlich wäre es mal an der Zeit für eine Liste mit den schlechtesten Verfilmungen… 🙂

    13. Oktober 2008 at 16:09
  • Dusan

    Ich muss auch sagen, dass mir der Leo total abgeht… Vor allem Titanic, den ich meiner Freundin zuliebe doch noch gesehen habe, hat mich – von seiner Leistung bei „What’s eating Gilbert Grape“ eigentlich beeindruckt – geschockt!
    Auch die anderen sind ja im Grunde nicht wirklich gut (ausser die aussergewöhnliche Tilda Swinton)…
    Und trotzdem mochte ich den Film irgendwie…wobei ich je länger je mehr von meiner positiven Einschätzung abkomme…wie sehr lasse ich mich bloss beeinflussen? 🙂

    14. Oktober 2008 at 18:06
  • Andrea

    Ich habe mir das Buch einige Zeit VOR dem Film gekauft und regelrecht verschlungen.
    Umso mehr habe ich mich auf den Film gefreut der leider eine bittere Enttäuschung war…
    Im Augenblick lese ich das Buch zum neunten mal und es fesselt mich noch immer.
    „The Beach“-das Buch! Ist wirklich eine Empfehlung!!!

    27. Juni 2013 at 21:42

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