Wer bei einer Reise nach Tschechien gleich an Schlaglöcher und Schleichzüge denkt, hat sich ein wenig getäuscht. Klar sind die dort auch zu finden, aber insgesamt funktioniert das Verkehrssystem des Landes besser als unsereins annimmt.

Mit dem Auto
Tschechiens Strassennetz ist im Allgemeinen gut ausgebaut. Für die Benutzung von Autobahnen und vierspurigen Schnellstrassen muss man eine Mautvignette erstehen und diese an die Frontscheibe kleben. Am besten, man rüstet sein Auto gleich am Grenzübergang damit aus.

Mit dem Mietwagen
Wer mit dem Mietwagen reisen möchte, dem steht der gleiche Service zur Verfügung wie auch in der Schweiz oder in Deutschland: Die grossen Mietwagenverleiher betreiben jeweils einen Schalter am Flughafen (z.B. in Prag). Der gewünschte Wagen kann im Voraus im Internet reserviert werden und wartet dann am gewünschten Ort auf seinen Einsatz. Nach dem Ausfüllen einiger Formulare kann es dann losgehen in den Nationalpark Böhmerwald, das Riesengebirge, in die Böhmische Schweiz oder wohin einen die vier Räder tragen.

Mit dem Taxi
Auch Taxifahrten funktionieren ähnlich wie hierzulande, sind aber preiswerter. Man winkt auf der Strasse ein Taxi ran oder hat es vorher schon telefonisch bestellt. Dann kann die Fahrt losgehen. Taxipreise (Stand Januar 07): pro Kilometer rund 1,57 Franken. Achtet darauf, dass das Taxameter eingestellt ist.

Mit dem Zug
Tschechischer ZugDas tschechische Eisenbahnnetz kann sich wirklich sehen lassen. Es zählt zu den dichtesten in ganz Europa. Mit dem Zug zu fahren ist ausserdem sehr preiswert und die Tschechische Bahn hat eine Reihe von Vergünstigungen zu bieten, z.B. gibt es bereits ab zwei Personen Gruppenermässigungen zwischen 50 und 65 Prozent. Wer weite Strecken reist, kann Geld sparen, indem er sich die so genannte „Kilometerbank 2000“ (kilometrická banka 2000) zulegt. Das ist ein Heft, das eine 2000km-Fahrt beinhaltet, die man bereits im Voraus bezahlt hat.
Mit der Bahn kommt man nicht nur im Inland gut vorwärts, sie empfiehlt sich auch für Reisen in die Nachbarstaaten. Mit dem Pendolino gelangt man bei bis zu 180km pro Stunde von Prag nach Wien oder Bratislava. Zwischen Grossstädten und Ausland verkehren zudem Eurocity, Intercity, SuperCity und Expresszüge. Wer nach Kleinkleckersdorf will, sollte ein bisschen mehr Zeit einplanen und auch beim Komfort nicht so anspruchsvoll sein.

Mit dem Bus
Die Grossstädte des Landes kann man auch mit dem Bus preisgünstig und schnell erreichen, nämlich per Expressbus, der nur an wenigen Haltestellen stoppt. Das engmaschige Busliniennetz erlaubt aber auch eine Fahrt zu den kleinsten Dörfern des Landes.

Flughafen Prag Ruzyne

(Foto: Keystone / Hana Kalvachova)

Mit dem Flugzeug
Der größte und wichtigste Flughafen befindet sich in Prag-Ruzyne, rund 10 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Zwar gibt es auch in anderen Städten kleinere Landeflächen, doch um im Inland von Ort zu Ort zu gelangen, ist es günstiger, mit Auto, Bus oder Bahn zu fahren, da Tschechien nicht besonders gross ist. In der Schweiz nimmt man ja normalerweise auch nicht den Flieger, wenn man von Zürich nach Basel will.

Öffentlicher Nahverkehr
In Prag kann der Besucher wählen zwischen Bus, Tram oder Metro, je nachdem, ob er lieber zügig vorwärts kommen will, dafür aber unter der Erde mit Tunnelblick, oder lieber genüsslich die vorbeiwandernden Häuserfassaden und Menschen beäugen möchte und dafür auch mal in Kauf nimmt, ein paar Minuten im Berufsverkehr stecken zu bleiben.
Tipp: Auch für die Standseilbahn, die auf den Laurenziberg fährt, gilt das Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Coole Sache: Fahrpläne und Fahrpreise für den landesweiten öffentlichen Nah- und Fernverkehr findet ihr zusammengefasst auf einer Website.

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