Tunesien, das westlichste Maghreb-Land gehört zu den beliebtesten Reisezielen am Mittelmeer. Entsprechend hat sich das nordafrikanische Land ganz auf den Tourismus eingestellt. Mit seinen weissen Sandstränden an den Mittelmeerküsten im Osten des Landes sowie an der Insel Djerba gehört Tunesien längst zu den klassischen Zielen für einen erholsamen Badeurlaub.


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Ungefähr vier mal so gross wie die Schweiz ist Tunesien. Dank der drei Flughäfen ist das Land gut für den Urlaubsbetrieb erschlossen und mit relativ kurzen Anreisezeiten erreichbar.
Mit seiner 3000-jährigen Geschichte hat Tunesien auch für Kulturreisende viel Interessantes im Angebot. Von den Phöniziern über die Römer und die Osmanen bis hin zu den Franzosen haben hier die verschiedensten Kulturen ihre Spuren hinterlassen.

Ein absolutes Muss und Highlight für Kulturreisende ist Karthago, der Geburtsort Hannibals. Berühmt ist Tunesien auch für seine grossartigen römischen Mosaiken. Die prächtigsten und am besten erhaltenen Mosaiken sind im Museum El Bardo und im Amphitheater El Djem zu bewundern.


Das Amphitheater El Djem. Foto: Wikimedia Commons; Bernard Gagnon.

Kulturelle Schätze aller Art bietet auch die Hauptstadt Tunis, die eine pulsierende Hafenstadt ist, eine Metropole mit einem Lebensgefühl zwischen Orient und französischem savoir vivre, mit Wolkenkratzern und arabischen Souks.


Der Innenhof des Mausoleums Tourbet El-Bey in Tunis. Foto: Wikimedia Commons; Moumou82.

Tunesiens Landesinneres ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. An der nördlichen Mittelmeerküste prägen schroffe Felsküsten mit tief eingeschnittenen Klippen und verträumten kleinen Strandbuchten dazwischen das Bild zwischen Bizerte und der algerischen Grenze.
Der äusserste Nordwesten Tunesien ist ein Paradies für Wanderer. In der Region um den Fischerort Tabarka wähnt man sich ob der dichten Eichenwälder wie in Italien. Das zog bereits die Römer an, die hier ihre Villen bauten, deren Ruinen bis heute zu bewundern sind.

Badeurlauber werden der Insel Djerba und Tunesiens langer Ostküste ihren Traumstrand finden. Die Ostküste prägen endlos lange feine Sandstrände mit dahinter liegenden ausgedehnten Olivenhainen. Orte wie die Hafenstädte Sousse, Monastir und Hammamet sind wegen ihrer Altstädte, den Medinas, den Kasbas und Souks mit ihrem exotisch-orientalischen Flair und der langen Sandstrände direkt vor den Hotels, die alle in ausgewiesenen Touristenzonen liegen zu Urlaubszentren geworden.

Hammamet wurde schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch Maler wie August Macke und Paul Klee sowie durch die Schriftsteller Guy de Maupassant und Oscar Wilde bekannt. Zwischen Hammamet und Sfax im Süden Tunesiens reihen sich die Seebäder auf, die allesamt Hotels mit tollem Standard bieten können, die meist in einem optisch recht ansprechenden, zur Region passenden orientalischen Stil erbaut wurden. In den Touristenzonen kann sich auch Frau völlig ungestört im Bikini bewegen, ohne das religiöse Empfinden der einheimischen Muslime zu stören.

Das gilt natürlich auch für eines der beliebtesten Ziele in Tunesien, die Insel Djerba. Deren herrlicher weisser Hauptstrand Sidi Mahres zieht sich über fast 30 Kilometer Länge vor einer wüstenähnlichen Dünenlandschaft im Norden und Osten der Insel entlang. Hier gibt es wunderbare Hotels in üppig blühenden Grünlagen, die mit ihren Riesenhallen orientalischen Herrscherpalästen nachempfunden sind.

Auch Abenteurer kommen in Tunesien auf ihre Kosten, denn im Süden des Landes beginnt das grösste aller Abenteuer, die Faszination Wüste mit ihren grandiosen nicht enden wollenden vielfältigen Sandlandschaften, die von bretteben über hoch aufsteigende Sanddünen, Salzseen, wie aus dem Nichts auftauchende einer Fata Morgana gleichende grüne Oasen und Sandgebirge mit bizarren Abbruchkanten Aktivurlauber in ihren Bann zieht.
Dort gibt es geführte Wanderungen, faszinierende auch mehrtägige Kameltouren und Jeep-Safaris zu abgelegenen Beduinencamps und Siedlungen oder Oasen, die Träume aus 1001 Nacht wahr werden lassen, vor allem nachts unter dem unvergleichlichen Sternenzelt.

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