Man kennt New York. Jeder kennt New York. Ganz gleich, ob er schon einmal dagewesen ist oder nicht. Die Polizei-Sirenen. Die Ampeln und ihr Ritual rot-grünen Umschaltens. Die gelben Taxis. Die dampfenden Gullys.
Durch die Präsenz New Yorks in allerlei Filmen staunt man bei der ersten Ankunft in der Stadt im Grunde nur darüber: dass es ja genau so ist, wie man es sich vorgestellt hatte (oder wie man es aus dem Fernsehen kannte). Anschliessend beginnt erst das eigene Entdecken. Überraschen wird einen aber auch dann nichts mehr. Denn New York traut man ohnehin alles zu. Man weiss, diese Stadt ist verrückt, und jeder darf das dort auch sein. Einfach treiben lassen ist daher der allerbeste Ratschlag, den man einem New-York-Reisenden geben kann.
„So geht New York: Man darf es nicht planen. Sonst hat man keine Chance. Sonst hechelt man nur seinem Plan hinterher, hakt seine Liste ab, verlässt die Stadt unbefriedigt und erschöpft“, rät deshalb auch die Schriftstellerin Milena Moser (Foto). Sie hat sich in der Metropole eine Woche lang einfach treiben lassen. Und dann diesen wunderbaren Essay für die „NZZ“ geschrieben. Einfach lesen!

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