Schweizer, die künftig in die USA fliegen, müssen neue Einreisebestimmungen beachten: Ab dem 12. Januar wird das Einreisegenehmigungssystem Esta verbindlich eingesetzt. Es gilt für alle Reisenden, die – wie die Schweizer Staatsbürger – für Kurzaufenthalte bis zu drei Monaten kein Visum brauchen.

Die Einreisedaten müssen mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt online über das Esta-System von Homeland Security eingegeben werden, danach erhält man die Genehmigung. Zudem müssen Fragen beantwortet werden wie: „Leiden Sie an einer ansteckenden Krankheit?“, „Sind Sie drogenabhängig?“ oder „Sind Sie an Spionage- oder Sabotageakten, an terroristischen Aktivitäten oder an Völkermord beteiligt?“ Das Ausfüllen dauert rund 15 Minuten pro Person. Auch Kinder, die noch kein eigenes Flugticket benötigen, müssen die Prozedur durchlaufen.

Sobald die Daten eingegeben sind, gleicht sie der Computer mit Datenbanken der US-Strafverfolgungsbehörden ab und erteilt je nachdem die elektronische Reisegenehmigung oder eben nicht. Diese Genehmigung berechtigt aber nur zum Besteigen des Flugzeugs. Ob man in die USA einreisen darf, entscheidet nach wie vor der Grenzbeamte in Amerika. Und: „Eine elektronische Reisegenehmigung kann zu jeder Zeit und aus jedem beliebigen Grund wieder entzogen werden“, heisst es auf der Internetseite.

Problematisch kann es für Geschäftsreisende werden, die kurzfristig in die USA reisen müssen und dadurch die 72-Stunden-Frist nicht einhalten können. Betroffene können sich aber schon jetzt präventiv um eine Reisegenehmigung bemühen, denn diese ist zwei Jahre gültig.

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Kommentare

  • Andreas

    Habe ich gestern in den Zeitungen gelesen. Verstehe ich nicht ganz, weshalb die Amerikaner wieder so „pinggelig“ sind.

    14. Januar 2009 at 15:22
  • Claudia

    Und da ich Ende Februar nach USA reise und dann offensichtlich noch eine Übergangsphase gilt, muss ich das „alte“ API-Formular auch noch ausfüllen. Herrje!

    14. Januar 2009 at 15:30
  • Andreas

    Ich wiederhole mich: Das verstehe ich nicht… So etwas kann entweder Schikane oder eben Paranoia nennen. Ob der Obama da etwas ändert?

    14. Januar 2009 at 15:34
  • Mike

    Anderseits muss man auch anmerken, dass es keine Terroranschläge in den USA mehr gab, seit die Bestimmungen verschärft wurden… think about it!

    15. Januar 2009 at 08:46
  • Dusan

    Dafür werden aber alle anderen, die in die USA wollen – egal aus welchem Grund – schikaniert. Das ist dann ja auch nicht des Rötsels Lösung…

    15. Januar 2009 at 20:38

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