Bequeme Schuhe sollte man tragen. Und schon lässt sich New York ganz wunderbar zu Fuss erkunden. Eine kleine ebookers-Serie stellt die schönsten Spazierwege der Metropole vor.

Unser erster Walk führt durch New Yorks Midtown. Wir starten am Grand Central Terminal. Der imposante Bahnhof wurde von 1903 bis 1913 erbaut und strahlt mit seiner reich verzierten Decke, den riesigen Lüstern und den mächtigen Säulen eine erhabene Atmosphäre aus. Wir sind hingerissen und beobachten zugleich das rege Treiben in den Hallen. An Werktagen passieren eine halbe Million Menschen den Bahnhof.

Midtown_NYC

Wer sich für den Bau und das „Innenleben“ des Grand Central Terminals interessiert, kann an einer „Führung teilnehmen. Die Grand Central Oyster Bar & Restaurant ist bestimmt das schönste Bahnhofsrestaurant der Welt. Für das gekachelte Gewölbe haben die Gourmets, die hier genüsslich ihre Austern verspeisen, meist kein Auge. Ebenso wenig interessieren sie sich für die Whispering Gallery: Wenn man in einer Ecke des Gewölbes seinem Partner etwas zuflüstert, kann er es in der entgegengesetzen Ecke verstehen. Wir sind fasziniert von diesem Phänomen und tauschen eine Reihe von Geheimnissen aus.

Als wir genug getuschelt haben, verlassen wir den Bahnhof und gehen auf der East 42nd Richtung Times Square. Dabei passieren wir den schmucken Bryant Park. Weil französische Gärten Vorbild waren, gibt es dort auch ein nostalgisches Pferdekarussell. Hier kommt einem Amélie de Montmartre in den Sinn. Die Oase inmitten von Midtown beherbergt von Ende Juni bis Ende August das Bryant Park Film Festival.
Vom Park sind es nur noch wenige Schritte zum weltberühmten und rund um die Uhr belebten Times Square. Das Herz Manhattans liegt an der Kreuzung Broadway und Seventh Avenue. Warum der Platz Times Square heisst? Weil hier bis 2007 die Redaktion der New York Times ihren Sitz hatte und der Verleger Adolph Ochs vor hundert Jahren von der Stadt verlangte, den Longacre Square in „Times Square“ umzubenennen. Die Reizüberflutung an diesem Ort ist legendär: Neonreklamen in allen Farben und Formen, Lauflichter, Kinotrailers, flackernde Videos, Musik, Verkehr. Wir beobachten das farbige Spektakel und sehnen uns ein wenig nach der im Bryant Park verlorenen Ruhe.

Times SquareZum Rockefeller Center sind es von hier nur wenige Blocks. Wir wollen uns endlich ein Bild aus der Höhe über die Millionenstadt schaffen. Das Empire State Building ist zwar höher, wird jedoch von viel mehr Besuchern frequentiert. Weil man vom Rockefeller Center ebenfalls einen besseren Blick über den Central Park hat, entscheiden wir uns für einen Besuch im „Top of the Rock“. Wir steuern direkt auf die Aussichtsdecks im 70. Stockwerk zu. Der Eintritt von $ 17.50 ist zwar nicht gerade günstig, dafür kriegt man einen klaren Gegenwert in Form einer grandiosen Aussicht: Man erblickt den Central Park, die UNO, das Chrysler Building, das Empire State Building, die Freiheitsstatue, Ellis Island und unzählige Wolkenkratzer. Und ganz klein die typischen gelben Taxis und Menschen.

Die berühmte Rainbow Bar im General Electric Building lassen wir wegen des Dress Codes links liegen. Viel lieber suchen wir nach einem Café und finden das gleich um die Ecke liegende Dean & Deluca. Der Espresso ist echt, die Kuchen von einer solchen Farbenvielfalt, dass uns beinahe schlecht wird. Aber sie schmecken hervorragend. Frisch gestärkt, machen wir uns auf zum Museum of Modern Art, kurz MoMA genannt. Die bedeutendste Sammlung moderner Kunst der Welt ist ein Publikumsmagnet, auch wenn der Eintrittspreis mit $20 teuer zu Buche schlägt. Sparen kann man mit einem Kombi-Ticket mit dem „Top of the Rock“ zu $30. Oder man besucht das MoMA am Freitagabend zwischen 16 und 20 Uhr – dann nämlich ist der Eintritt gratis. Als Abschluss lassen wir uns einen Besuch im Saks Fifth Avenue nicht entgehen. In diesem Nobelkaufhaus an der Fifth Avenue sind alle Designer vertreten, die Rang und Namen haben. Schauen kostet ja nix.

Skyline_NYC

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