Wer Santa Fe hört, denkt unweigerlich an Cowboys, Indianer und trockene Rinderweiden. Doch die Stadt in New Mexico rühmt sich besonderer Merkmale, die sich nur die wenigsten bewusst sind: Sie liegt auf 2133 m ü. M., ist die älteste Hauptstadt der USA und obwohl nur wenige Zentimeter Niederschläge pro Jahr fallen, kann auf den umliegenden Bergketten, die fast auf 3700 m reichen, Ski gefahren werden.

SantaFe

Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Nationen und Sprachen. Man hört Englisch, Spanisch, indianische Sprachen, sieht Menschen mit den unterschiedlichsten Gesichtszügen. Einheitlich ist hingegen die Gebäudebauweise: Dank einer strengen Überwachung herrscht überall der typische Adobe-Baustil, sogar McDonalds musste sich dem Gesetz fügen. Ausserdem ist die Stadt in den letzten Jahren Refugium für pensionierte Akademiker geworden. Viele, die es beruflich geschafft haben, ziehen hierher, möchten ihre Pensionierung in einer überschaubaren Stadt, an der Sonne, in Ruhe geniessen. Kultur gibt’s hier genug, ebenso ausgezeichnete Restaurants, Galerien und Geschäfte (vor allem Juweliere mit wunderschönem, aber teurem Silberschmuck). Es lohnt sich also, sich dem Way of Life von Santa Fe einige Tage hinzugeben.

Anasazi Inn
In einem im typischen Adobe-Stil erbauten Gebäude, in dem auch das gleichnamige Hotel untergebracht ist, befindet sich dieses exzellente Restaurant. Anstatt im klimatisierten Speisesaal kann man sich hier auf der Terrasse an den erlesenen Speisen gütlich tun. Nicht ganz günstig, aber lohnenswert. 113 Washington

O’ Eating House
Im Pueblo Pojoaque gelegen, neben dem Poeh Cultural Center, etwa 25 km nördlich von Santa Fe. Russisches Servierpersonal im Indianerreservat ist zwar etwas seltsam, schmälert den Genuss aber nicht im Geringsten. Schöne Weinkarte, gutes Essen, untypisch amerikanisch ein- und angerichtet.

Kowboyz
Ein Eldorado für alle Westernfans, auch wenns nur zum Schauen ist. In einem kleinen Geschäft reihen sich hunderte von neuen und gebrauchten Cowboystiefel aneinander. In allen Grössen, allen Farben, rahmengenähte, solche aus Straussenleder, solche aus Kalbsleder, mit Stickereien, pinke, grüne, weisse, hohe Absätze, keine Absätze. Das günstigste Paar kostet etwa $90.–, das teuerste weit über $500.–. 531 South Guadaloupe

Canyon Road
Die Canyon Road ist legendär wegen der vielen hier ansässigen Galerien. Auch wer kein Kunstfanatiker ist – es lohnt sich, das vielfältige Angebot unter die Lupe zu nehmen.

Georgia O’Keeffe Museum
Die umfangreiche Sammlung beherbergt u.a. Tafelbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Pastelle und Plastiken der Grand Dame (1887–1986) von New Mexico. Eintritt $8.–. 217 Johnson Street

Spanish Market
Am 6. und 7. Dezember 2008 findet der berühmte Spanish Market statt: Musik, Tanz, Kunst, Essen und Trinken aus New Mexico.

Pueblos in der Umgebung
Wer die indianische Kultur hautnah erleben möchte, darf auf keinen Fall die umliegenden Pueblos verpassen. Wichtig ist, dass man als Besucher die Regeln einhält. Meistens werden eine Eintrittsgebühr sowie eine allfällige Fotogebühr verlangt. Bei Zeremonien dürfen keine Fotos gemacht werden und es wird erwartet, dass sich der Besucher im Hintergrund hält. Pueblos in der Umgebung von Santa Fe sind Nambé, Ohkay Owingeh, Picuris, Pojoaque, San Ildefonso, Santa Clara, Taos und Tesuque.

Tagged: Archive, USA

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