Langstreckenflüge können für Piloten oft langweilig sein. Man redet zunächst über Herkunft, Familie, Hobbies und das Lieblingslokal. Das Übliche also. Relativ schnell reduziert sich das Gespräch dann aber „auf das Mass des Urinstrahls einer prostatisch gestörten Männerblase“, wie es ein Schweizer Pilot in seinem Blog beschreibt. Es heisst „Wüstenspuren“, weil er mit seiner Familie in Abi Dhabi lebt.
Für Ablenkung in der Piloten-Tristesse sorgt seiner Erzählung zufolge meist das „Fünfte Auge“: Ich wusste das bisher nicht – aber seit dem 11. September 2001 sind die Türen zum Cockpit immer versperrt. Lediglich eine Kamera, jenes „Fünfte Auge“, stellt eine visuelle Verbindung ins belebte Innere des Flugzeugs her.

„Für mich ist das ,Fünfte Auge‘ weit mehr als reines ,Security-tool‘. Es belebt unser kärgliches Pilotendasein bei endlos scheinenden Nachtflügen (…). Aber nicht nur das; dank des ,Fünften Auges‘ weiss ich mittlerweile auch, dass die durchschnittliche Verweildauer auf der Toilette beim Mann knapp drei Minuten beträgt, während sich das weibliche Geschlecht in der Regel für mehr als fünf Minuten aufs stille Örtchen zurückzieht. Einen ,Paarbesuch‘ durfte ich bis anhin noch nicht mitverfolgen.“

Pilot Eppler hat aber versprochen zu posten, sobald es soweit ist.

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