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Erneut begeben wir uns mit dem Auto aus der Stadt. Diesmal fahren wir nahe an die Grenze zu Kambodscha zum grössten Tempel der Cao Dai bzw. des Caodaismus. Da meine Quellen vor Ort und im Netz auseinandergehen, kann ich nicht sagen, ob der Caodaismus eine Sekte oder eine Religion ist. Fakt ist, dass der Caodaismus 1926 gegründet wurde und in Vietnam gut drei Millionen Anhänger hat. Der Caodaismus begründet sowohl auf Elementen des Buddismus und des Katholizismus als auch des Konfuzianismus. Der Tempel ist streng nach Feng Shui errichtet worden und hat angeblich den bestmöglichen Standort im ganzen Land.

An der Architektur fiel mir auf, dass der Kreuzgang des Tempels als Eingang dient. Das Zentrum des grossen Raums befindet sich aber am Fusse des Schiffes. Es ist gefüllt mit symbolischen Gegenständen und Abbildungen von Heiligen (unter anderem auch Jesus Christus und Buddha). Der Rundgang durch den Tempel ist äusserst spannend. Unser Reiseführer brauchte gut eine halbe Stunde, um uns die Symbole zu erklären.

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Wir durften zusammen mit gut zwei Dutzend Touristen der Mittagszeremonie beiwohnen. Da ich der Sprache aber nicht mächtig bin, konnte ich nur dem Gesang der Gläubigen lauschen. Die Musik des Orchesters war etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch schön. Wer mehr zu den Cao Dai wissen möchte, findet unter diesem Link mehr (in Englisch). Der Tempel ist definitiv eine Reise wert. Zudem erhält man die Chance, auf dem Land vietnamesische Köstlichkeiten zu geniessen.

Weiterreise ins Mekong Delta

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Die Reise zu den Cao Dai lässt sich mit einem Ausflug ins Mekong Delta verbinden. Die Fahrt nach My Tho entpuppt sich als sehr touristische Reise. Angekommen am Mekong, einem der grössten Flüsse der Welt, reiht sich Fähre an Fähre, um die Touristen auf die grösste Insel im Delta zu transportieren. Dort leben gut sechstausend Menschen. Es ist Regenzeit. Das bedeutet, es sind praktisch keine europäischen Touristen am Dock zu entdecken. Schade eigentlich, denn es regnet nur kurze Zeit am Tag. Der Regen kühlt die Luft, was ich sehr angenehm finde. Auf der Insel angekommen, gehen wir zwischen den vielen Marktständen und Werkstätten entlang. An der Menge der (jetzt leeren) Marktstände ist zu erahnen, wie viele Touristen in der Hochsaison hier hindurch schlendern. Wir sind froh, dass es nicht viele Touristen hat.

Die Vielfalt der Früchte ist hier im Mekong sehr gross. Wir lernen Früchte kennen, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Zudem wird uns gezeigt, wie Kokosnuss-Bonbons und Honig hergestellt werden. Man bietet uns natürlich alles zum Kauf an. Das Schöne in Vietnam ist, so scheint es mir, dass die Verkäufer niemals aufdringlich werden. Jedes Produkt wird uns auch zum Probieren aufgetischt (leider blieb es aber bei den uns auch bekannten Früchten).

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Am Ende unserer Tour auf der Insel fahren wir durch die kleinen Ausleger des Mekong Flusses. Wir steigen um in ein flacheres Boot. Leider beginnt es gerade jetzt an zu regnen (à propos tolle Regenzeit). Die Kokospalmen schützen uns ein wenig, doch wir werden ziemlich nass. Für einmal verzichten wir auf die Klimaanlage im Auto auf der Rückfahrt:-). Ein toller Tag geht mit einem BBQ in Saigon zu Ende.

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Tagged: Archive, Reisetipps & Insider, Vietnam

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