Vor einigen Tagen berichtete „Focus-Online“ über den Stadtstaat Singapur. Das Parlament untersuchte die Abschaffung eines ihrer Gesetze. Es ging um das berühmte Kaugummiverbot. Wenn ich mir die Strassen in Zürich oder anderswo anschaue, kann ich das verstehen. Die Reinigungskosten – wenn es überhaupt wirkt – wären in Singapur enorm. Deshalb hat man nach der Wiedererwägung beschlossen, Kaugummi weiterhin nur in der Apotheke zur Zahnpflege zu verkaufen.

Das Gesetz ist nicht das einzige, das Touristen zum Schmunzeln bringt. Wie in vielen Städten sind auch hier Esswaren und Getränke aus Bussen und U-Bahn-Waggons verbannt. Im Unterschied zum reinen Verbot in der Schweiz wird hier mit horrenden Geldstrafen gedroht. Amüsant ist dann aber wieder das Zusatzverbot der nationalen Frucht „Durian“. Diese darf nicht einmal mit dem öffentlichen Verkehr transportiert werden. Wer schon einmal von Weitem eine Durian gerochen hat, der weiss auch warum.

Singapur „verdankt“ diesen Gesetzten das Image des Regelwahns. So schlimm ist es aber gar nicht! Die hohen Bussen rühren daher, dass man die vielen Einheimischen und rund 20% Ausländer in einen gemeinsamen Kontext zwingen will. Es treffen hier einige Kulturen aufeinander, und man zieht es vor, lieber eine 500$-Strafe für Essen in der U-Bahn anzusetzen, als es den unterschiedlichen Interpretationen des gesunden Menschenverstand für Sauberkeit zu überlassen.

Die teilweise absurden Gesetze („das Urinieren im Aufzug ist verboten“) animieren zu viel Humor bei den Touristen. T-Shirts mit allen möglichen Verboten lassen sich auf jeden Fall an allen Touristenattraktionen kaufen. Wer in Singapur einen Aufenthalt plant, soll sich keine Sorgen machen. Das Mitbringen von Kaugummi ist für den Eigengebrauch erlaubt. Und jeder Taxifahrer blüht auf, wenn man ihm einen Kaugummi anbietet.

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