Im Jahre 2004 erzählte mir ein Bekannter von seiner Kolumbien-Reise. Er schwärmte von den Stränden an der Karibikküste, der Herzlichkeit der Leute und der Stadt, die früher von Piraten besetzt war: Cartagena de Indias.

Sieben Jahre später sass auch ich endlich im Flugzeug Richtung Cartagena. Ein bisschen mulmig war mir schon zumute, schliesslich hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Und man hört immer wieder Räuber-Geschichten über Kolumbien, die ich an dieser Stelle gleich mal revidieren möchte. In Cartagena stehen an jeder Ecke Polizisten, die die Stadt und die Touristen bewachen. Die Menschen sind sehr freundlich aber zurückhaltend, was man beispielsweise von Asien nicht immer behaupten kann. Auch die Männer sind anständig. Als blonde Europäerin erregt man wohl Aufmerksamkeit, aber es war zu keinem Zeitpunkt lästig.

Farbenfrohe Altstadt

Der Altstadtkern wird von einer Stadtmauer geschützt und gehört zum Weltkultur-Erbe der UNESCO. Hinter den Mauern finden sich wunderschöne Kolonialbauten in allen Farben, in denen Hotels, Restaurants, Shops, Galerien und Museen untergebracht sind. Die Hotels und Restaurants in der Altstadt sind für kolumbianische Verhältnisse eher hochpreisig. Hostels wie beispielsweise das La Casona und andere günstigere Unterkünfte gibt es ausserhalb der Stadtmauer, im Viertel Getsemani, wo auch viele Einheimische leben.

Café del Mar und deutsches Bier

Kurz vor Sonnenuntergang trifft man sich im Café del Mar, einer Outdoor-Bar am Rande der Altstadt, die einen unbeschreiblichen Blick aufs Meer bietet. Und zudem gute Cocktails und feine Häppchen. Wer nicht so auf Cocktails steht und Deutsches Bier vermisst, ist bei Léon de Bavaria richtig. Kolumbianerinnen im Dirndl servieren Bier in Kübeln, Brezen, Krautsalat und Würste, wie man sie nur aus Bayern kennt.

Boca Grande und Isla Tierrabomba

Was wäre eine karibische Stadt ohne Strand? Eben. Auch das bietet Cartagena. Man sonnt sich am kilometerlangen Stadtstrand von Boca Grande. Von weitem sieht Boca Grande mit seinen Hochhäusern ein bisschen aus wie Miami Beach, näher betrachtet ist es nicht ganz so hübsch, aber zum Baden, Relaxen und Flanieren ist es allemal in Ordnung. Nur die omnipräsenten Strandverkäufer nerven mit der Zeit. Ein simples „No gracias“ reicht meistens nicht aus, um sie los zu werden. Erst nach dem 10. „nein“ ziehen sie weiter zum nächsten Liegestuhl. Palmen und weisser Sand finden sich auf der Insel Tierrabomba, mit dem Boot in 10 Minuten vom Hafen Cartagenas zu erreichen. Ob für einen Tagesausflug oder mit Übernachtung – die kleine Insel bietet Erholung vom Stadtleben.

Alle Bilder: Corinne Dubacher

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Kommentare

  • tce

    für junggeblieben Reisende würde ich umbedingt die Atlstadt empfehlen hier locken die zahlreichen diskotheken und bar in einen tollen Ambiente was man ach umbedingt mal machen sollte ist
    rumba en chiva eine Party im Bus ja feiern kann wirklich hier mit viel spass.

    20. Juli 2012 at 12:21

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