Kurz nach unserer Ankunft in Bhutan geht es auf die erste Tour durch das Paro-Tal. In der Stadt Paro, in der auch der internationale Flughafen liegt, ist klein und übersichtlich. Das markanteste Gebäude ist der Paro Dzong, eine buddhistische Klosterburg, welche am Hang über der Stadt thront und den Besucher bereits vom Flugzeug aus ins Auge sticht. Die Architektur der Dzongs ist einmalig und voller Details. Vor allem die Holzmalereien an Türen, Fenstern und Dach gefallen mir besonders.

Zuerst ging es aber das Tal hinauf zum Kyichu Lhakhang. Den Tempel liess der tibetanische König Songtsen Gampo im 7. Jahrhundert bauen, um einen Dämonen zu bändigen. Mit der Zeit wurde er schrittweise erweitert. Obwohl er trotzdem von aussen klein erscheint, hat er so viel erzählen, dass unser Reiseleiter immer wieder innehält, um ein weiteres Kapitel zur Tempelgeschichte hinzuzufügen. Im Inneren werden wir von einem Mönch empfangen, der uns Einlass in den Gebetsraum gewährt.

Auf dem Rückweg assen wir kurz in Paro zu Mittag und fuhren anschliessend hinauf zum Nationalmuseum, einem ehemaligen Wachturm, der über dem Paro Dzong liegt. Nach einer ausführlichen Führung stiegen wir hinunter zum Dzong, wo wir zum ersten Mal in die Gebräuche des bhutanesischen Buddhismus eingeführt wurden.

Danach ging es weiter hinunter ins Tal zur kleinen Brücke Nyamai Zam. Diese Art hölzerner Brücken sieht man im ganzen Land. Da sich meistens durch jedes Tal ein kleiner Fluss schlängelt, kommt man immer wieder an diesen Brücken vorbei. Auf beiden Seiten der Brücke befindet sich jeweils eine Gebetsmühle.

Dieses kleine Detail zeigt, dass das ganze Land sehr stark von der Religion dominiert wird. Dies hatten wir auch später in verschiedenen Situationen während unseres Aufenthalts bemerkt. Doch neben all den Dzongs, Stupas und Buddhastatuen gab es auch noch viel anderes zu sehen. Mir gefällt vor allem der einzigartige bhutanische Baustil. Sowohl die alten Bauern-, als auch die neuen Wohnhäuser sind von einem markanten Dach und dem hölzernen Gebälk geprägt. Alles passt schön zusammen, der Dzong, die Häuser und die Brücken.

Am Ende unserer Besichtigungstour machten wir uns per Auto auf den Weg in die Hauptstadt Thimpu.

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