Denkt man an Japan, dann denkt man automatisch an Tokyo und grosse Hektik. Dass es auch anders geht, beweist der Ausflug nach Hakone, einem Ruhepol in der Nähe des Fujiyama.

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(Foto: Andrea Schmits)

Die Bahnhofsuhr zeigt zehn Uhr abends, als wir in Hakone-Yumoto ankommen. Leider haben wir noch kein Hotel. Es ist Sonntagabend, dunkel, der Bahnhof wirkt wie ausgestorben und alles – auch das Reisebüro – hat geschlossen. Glücklicherweise ergattern wir per Telefon doch noch das anscheinend letzte Zimmer in dem völlig ausgebuchten Hakone am Ufer des Ashi Sees, etwa eine halbstündige Busfahrt entfernt.

Hakone, eine knapp 14‘000 Einwohner umfassende Kleinstadt, ist Teil des Fuji-Hakone-Izu Nationalparks und berühmt für seine heissen Quellen, die schöne Landschaft und natürlich die Sicht auf den nahegelegenen Fujiyama, den 3776 Meter hohen und damit höchsten Berg Japans. Leider sieht man diesen, wie wir noch feststellen werden, aufgrund von Wolken und Nebel auch hier nicht immer.

Nach einer unvergesslichen Übernachtung im Ryokan, einem traditionellen japanischen Gasthaus, machen wir uns am nächsten Morgen auf, um das Gebiet um Hakone zu erkunden. Dies geht am besten mit der populären Hakone-Rundreise, für die es unkomplizierte Kombi-Tickets gibt. Die Rundfahrt ist sehr vielseitig und wir erkunden den Nationalpark mit Bus, Zug, einer Art Strassenbahn, Seilbahn und Schiff. Bei schönem Wetter ist auch ein Fussweg möglich. In Sounzan, wo die Seilbahn abfährt, beginnt die Reise richtig interessant zu werden: Der Weg führt uns über eine Landschaft mit vulkanischen Aktivitäten, unter uns steigt Rauch aus dem Boden auf und die Aussicht ist fantastisch. Wieder unten geht es weiter mit einem Piratenschiff, das uns die ganze Länge des Ashi Sees zurück nach Hakone bringen wird. Auch deswegen hat sich die Rundfahrt gelohnt, die Szenerie ist wunderschön und nach dem Trubel der japanischen Grossstädte eine Wohltat. Obwohl uns der Fujiyama verborgen blieb, bleibt uns Hakone also in bester Erinnerung.

Fazit: Hakone gehört zu einer der Stationen auf jeder Japanreise. Die Landschaft ist malerisch schön – auch ohne Sicht auf den Fujiyama. Wenn man jedoch nicht gerade ausgiebige Wander- oder Wellnessferien plant, reichen 1-2 Tage.

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