Das Land Nepal wird von Bildern des Mount Everest und des Annapurna-Massivs dominiert. Wer nach Nepal kommt, der will meist bergsteigen. Wie wäre es aber mit einer tropischen Safari? Auch das geht in Nepal. Das Land reicht vom höchsten Punkt der Erde, dem Gipfel des Mount Everest, bis hinunter auf unter 100 M.ü.M. in der Ebene des indischen Subkontinents (siehe grüner Bereich auf der Karte). Viel mehr Höhenunterschied geht fast nicht. Ich behaupte einfach einmal: Weltrekord.


Karte: http://gmt.soest.hawaii.edu/

Von Kathmandu ging unsere Fahrt per Auto sechs Stunden nach Chitwan süd-östlich von Kathmandu. Man könnte auch fliegen. Die Fahrt war jedoch ein von Schlaglöchern und wilden Lastwagenfahrern dominiertes Erlebnis. Die Strasse ist eine Hauptverkehrsachse für den Handel mit Indien. Ununterbrochen kreuzten wir riesige Lastwagen, überholten Busse, und zwischendrin schlängelten sich die Motoradfahrer an einem vorbei. Nichts für Leute mit Angst vor Verkehr! An ein Nickerchen war nicht zu denken. Entschädigt wurden wir jedoch durch die wunderschöne Natur entlang dieser Passstrassen.

In Chitwan angekommen, ruhten wir uns ersteinmal aus und bezogen unsere Safari-Lodge. Auch hier in Chitwan ist der Strom knapp. Und da das Thermometer über 36 Grad steigt, sehnt man sich nach einer Klimaanalage.

Die Lodge organisierte unseren gesamten Aufenthalt. Als Erstes stand eine Flussfahrt auf dem Programm. Zu Fuss ging es durch den Dschungel zurück. Ein kurzes Notfalltraining wurde nötig – für den Fall, dass ein Nashorn oder ein Tiger aufkreuzen. „Aha“, denken wir. „Jetzt sind wir ja schon hier. Ein zurück gibt es nicht. Aber so schlimm kann es ja auch nicht sein. Ansonsten dürfte man ja keine Touristen hierher bringen.“

Chitwan ist sehr touristisch. Deshalb war der Dschungelmarsch auch in keiner Weise gefährlich. Mulmig war es uns anfänglich aber schon ein wenig. Wie geht der Witz? Du musst nicht schneller sein als der Tiger, aber schneller als deine Begleiter? (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken.)

Höhepunkt des Aufenthalts waren mit Sicherheit die Elefanten. Man kann Elefanten im Aufzuchtzentrum erleben und dort sogar mit ihnen baden. Oder eine Safari unernehmen. In Gruppen von etwa fünf Elefanten ritten wir durch den Dschungel. Da Elefanten stark riechen, bemerken anderen Tiere die Touristen auf deren Rücken nicht. Geniale Idee! Wir begegnen einigen Nashörnern, Wildschweinen und Hirschen. Der Ritt geht durch Flüsse und Dickicht. Zwei Stunden lang schaukelten wir auf dem Rücken des Elefanten still durch die Natur.

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