Nach rund zehn Tagen in Nepal ging unsere Reise weiter in das zweite kleine Land mitten im Himalaja-Massiv: das Königreich von Bhutan. Von Kathmandu aus fliegen wir nach Paro. Während des Flugs sieht man noch einmal die Achtausender, allen voran natürlich den Mount Everest und den Lhotse.

Als wir schon lange im Sinkflug sind und bereits die ersten bhutanischen Häuser an den Hängen erkennen können, drehen wir plötzlich mitten im Tal ab. Aus unserer Perspektive sehen wir natürlich nicht, was da vorne kommt. Und so ist die Landung – wenn man es nicht weiss – ein wenig erschreckend. Der Flieger dreht mehrere Male ab und schlängelt sich so durch die Täler.

Die nationale Fluggesellschaft DrukAir ist die einzige Airline, die in Paro landet. Darauf scheint der Landanflug einen grosse Einfluss zu haben. Später erfuhren wir aber, dass ein neuer Flughafen im Flachland des Südens geplant ist, damit auch internationale Airlines künftig Direktflüge anbieten werden. Zur Zeit gelangt man von Bangkok und Kathmandu sowie von Delhi und einigen anderen indischen Destinationen nach Bhutan. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Am Flughafen angekommen, werden wir von unserem Reisebegleiter und unserem Fahrer empfangen.

In Bhutan ist man verpflichtet, mit einer lokalen Reiseleitung zu reisen. Die ganze Reise über können wir uns aber trotzdem frei bewegen, öfters sind wir auch mal alleine unterwegs. Bhutan verdient mit dieser Pflicht eindeutig mehr. Jeder Reisende in Bhutan bezahlt eine Tagespauschale, die Kost und Logie sowie Fahrer und Reisebegleiter komplett abdeckt. Das einzige, was man selbst bezahlen muss, sind Souvenirs und Getränke. Tee und Kaffee gibt es aber überall umsonst. Je nach Gruppengrösse kann diese Pauschale ein wenig variieren. Es ist aber davon auszugehen, dass man in etwa 250 USD pro Tag pro Gast bezahlt. Das ist teuer. Auf diese Weise versucht das Königreich, die Zahl der Touristen unter Kontrolle zu halten. An dieser Stelle sei aber auch gleich der Irrtum aus dem Weg geräumt, dass es Quoten auf Touristen gibt. Das Land beschränkt die Zahl der jährlich ausgestellten Visa nicht. Nachdem wir dort waren, kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass vor allem die gute Hotelqualität den Preis in ein besseres Licht rückt.

Das Land


View Larger Map

Bhutan ist bekannt für seine „National Happiness“. Das Königreich besteht darauf, dass Wohlstand nicht nur an dem wirtschaftlichen Wohlergehen der Nation, sondern auch am Glück der Bevölkerung gemessen wird. Mit rund 600’000 Einwohnern ist der Staat auch ein kleines Paradis in Asien. Die Natur ist intakt, die Luftqualität hoch, das Schmelzwasser liefert mehr Strom, als die Bevölkerung braucht. Das Land ist dennoch wirtschaftlich unterentwickelt. Weltweit gesehen, rangiert die Wirtschaft im letzten Drittel aller Länder. Die Einwohner verdienen ungefähr 2000 USD pro Jahr. Nichtsdestotrotz scheint das Land im Aufschwung. Es wird vielerorts gebaut. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut. Die Regierung ihrerseits hat in den vergangenen Jahren auch mehr die Entwicklung vieler Wirtschaftszweige investiert.

Mehr zum Land, seiner Geschichte und Bevölkerung könnt ihr auch hier und hier nachlesen. Vor allem die Geschichte ist ein interessantes Kapitel der Himalaja-Region.

Tagged: Archive, Bhutan, Reisetipps & Insider

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*