Mehrmals habe ich in den bisherigen Folgen angemerkt, dass die Anforderungen ziemlich hoch sind, um in der Kundenkartenhierarchie aufzusteigen. Dagegen gehen viele Verbunde sehr lasch mit ihren Regeln um und schenken neuen (siehe Leserkommentar zu meinem ersten Beitrag) oder bestehenden Mitgliedern eine Statusverlängerung oder sogar einen gratis Upgrade. So mir geschehen bei „The Leading Hotels of the World“: „The Leading Hotels of the World has a New Year’s gift for you: A complimentary upgrade to Leaders Club Access status in 2011 (USD $100 value).“ Der Jahreswechsel scheint ein beliebter Zeitpunkt für derartige Aktionen zu sein…

Doch was erwarte ich eigentlich selber von einem guten Programm? Es beginnt beim Check-in; dieser sollte möglichst früh möglich und Internet und Zeitung inbegriffen sein. Auch regelmässig Früchte und Wasser wären schön. Und warum nicht eine Auswahl an neuen Filmen? Zu einem offerierten Frühstück sage ich natürlich auch nicht „nein“. Priorität bei einem späten Check-out ist ebenfalls praktisch. Und gegen Zimmerupgrades habe auch nichts einzuwenden, ebenso wenig gegen eine Fahrt zum Flughafen. Meilen und Punkte spielen so kaum eine Rolle mehr.

Alle diese Nettigkeiten beinhaltet „InterContinental Ambassador“ – jedoch nicht ganz umsonst: 200 Dollar kostet die Mitgliedschaft in der Zwischenzeit (früher noch USD 150) und machen „InterContinental Ambassador“ zum zweiten kostenpflichtigen Programm neben den Jugendherbergen, bei dem ich Mitglied bin. Zusätzlich zu allen erwähnten Dienstleistungen ist eine Gratisnacht (an einem Wochenende) pro Jahr inbegriffen, was die Kosten der Mitgliedschaftsgebühr umgehend ausgleicht. Dazu sammelt man gleichzeitig Punkte, die man auf der Seite des „Priority Club“ nachschlagen kann. In der Zwischenzeit zahle ich meine Mitgliedschaft bei Ambassador mit diesen Punkten.

Es gibt natürlich auch Hotelketten, die gänzlich auf solchen Schnickschnack verzichten. Dazu gehört „Mandarin Oriental“, wo ich auch schon abgestiegen bin. Diese Kette geht immerhin noch Partnerschaften mit Airlines ein. Sogar darauf verzichtet „Four Seasons“. Wer in einem solchen Hotel etwas mehr möchte, kann sich oft gegen einen Aufpreis Zugang zum Executive Floor oder Ähnlichem verschaffen. Solche Floors existieren teilweise auch in Hotels mit Kundenkarte und beinhalten meist Speis und Trank rund um die Uhr. Je nach Hunger und Durst kann es den Preis wert sein.

Noch nicht genug? Dann gibts einen letzten Hinweis – nämlich den Link zur „Oscar-Preisverleihung“ der Kundenbindungsprogramme in der Reisebranche, den Freddie Awards. An dieser Stelle endet nicht nur unser Bericht, sondern auch die Awards, denn diese haben 2009 zum letzten Mal stattgefunden. Vielleicht kommen sie ja wieder einmal zurück. Ich sicher.

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