Angespornt durch 27 Facebook-likes für ein unscharfes Foto mit der Überschrift „Im Zug von Hua Hin nach Bangkok.“ inkl. dem Kommentar „das ist bestimmt ein Reiseberichtli wert :)“ meiner Chefredaktorin, habe ich mich dazu überwunden, einen Bericht über meine Reise nach Hua Hin und zurück zu schreiben.

Abenteuerliche Zugfahrt. Foto: Udo Habermann.

Hin gings für 180 Baht pro Person per Minivan vom kleinen Busbahnhof am Fuss der Century Mall bei der Skytrain-Station Victory Monument in Bangkok aus. Wir waren die ersten, bzw. der Van fuhr uns vor der Nase weg, was den Vorteil hatte, dass wir im nächsten, noch leeren Bus den Sitzplatz selbst aussuchen durften. Nach gut 20 Minuten war das Büsschen voll und zweieinhalb Stunden später kamen wir in Hua Hin an. Ein Taxi wäre etwa gleich schnell gewesen und hätte zehnmal soviel gekostet.

Da Motorbikes und Tuk-Tuks in Hua Hin kartellmässig organisiert sind und selbst für kurze Strecken und thailändische Verhältnisse relativ viel verlangen, baten wir den Minibuschauffeur, nachdem alle ausgestiegen waren, uns direkt zum Hotel zu fahren, was er für ein kleines Trinkgeld auch gerne tat.

Über Hua Hin selbst gibts nicht viel zu berichten. Wikipedia fasst zusammen: „Hua Hin wurde in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Badeorte in Thailand. Urlauber aus Europa und Asien bilden den grössten Anteil. Internationale Hotelketten haben das touristische Potenzial Hua Hins erkannt und bauen oder planen grosse Hotelobjekte.“ Ich buchte im Intercontinental, weil ich dank häufigem Übernachten auf Geschäftsreisen in Hotels dieser Kette inzwischen so viele Punkte gesammelt habe, dass ich privat meistens umsonst nächtigen kann. Für mich war es der perfekte Ort zum Relaxen.

Weit weniger entspannend war dann der eingangs erwähnte Grund, weshalb ich überhaupt aufgefordert wurde, über diese Reise zu schreiben. In der Stadt entdeckte ich nämlich einen Bahnhof und wollte unbedingt mit der Eisenbahn zurück. Gesagt, getan und billiger gehts nimmer: 44 Baht für Ausländer und umsonst für Thais. Zuerst war ich überrascht, dass deswegen nicht mehr Reisende den Zug nehmen. Bald stellte sich heraus, weshalb: die Fahrt bis nach Bangkok dauerte nämlich geschlagene sechs Stunden!

Der Zug tuckerte und tuckerte, die Deckenventilatoren rotierten und alle paar Minuten kamen VerkäuferInnen vorbei. Als Eisenbahnersohn liebe ich das Zugfahren und auch beim stundenlangen „aus dem Fenster schauen“ wird mir nie langweilig – sonst hätte ich das Transsibirische Abenteuer wohl kaum überlebt. Gegen diese 229 km in sechs Stunden hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt, doch wurde die Zeit bis zum Abflug knapp und knapper. Schliesslich wollten wir vorher noch was Feines essen gehen. Deswegen stiegen wir eine Station vor dem Ende aus, nahmen für ein Mehrfaches des Zugbillets ein Taxi nach Hause, genossen unsere Fusionspaghetti bei Aree Alley und hatten am Flughafen sogar noch Zeit für eine Massage. Just in time! – wahrscheinlich weil unser Taxi an den Suvarnabhumi-Airport von Toyota war 🙂

Tagged: Archive, Länder, Reisetipps & Insider, Thailand

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