Die Stadt Luoyang mitten in China ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Über die 2345 Longmen-Grotten mit fast hunderttausend in Stein gemeisselten Buddha-Figuren habe ich im ersten Teil dieses Reiseberichts geschrieben. Heute ist der legendäre Shaolin-Tempel dran, den bei uns die meisten aus Kung Fu-Filmen und -Serien (z.B. mit David Carradine) kennen dürften. (Bilder zur Vergrösserung bitte anklicken!)

Der Shaolin-Tempel liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Luoyang, die Fahrt mit dem Auto dauert etwa eineinhalb Stunden. Hierhin kam der indische Mönch Bodhidharma im Jahr 527, um den Chan-Buddhismus zu verbreiten. Zur Körperertüchtigung praktizierten die Mönche Atem- und Bewegungstechniken, die später zu Kampftechniken weiterentwickelt wurden.

Leider wurde der Tempel immer wieder zerstört, zuletzt wurde er in den 1980er Jahren nach einem Brand wieder aufgebaut. In der angrenzenden Shaolin-Kung-Fu-Schule lernen tausende Schüler Kung Fu. Für die Touristen geben sie beeindruckende Vorführungen.

Ausserhalb der Klostermauern liegt der Pagodenwald (Pagoden sind mehrstöckige chinesische Türme), ein Friedhof für prominente Mönche. Er enthält über 240 Grabmäler und ist der grösste Pagodenwald Chinas.

Der Tempel der Weissen Pferde

Auf dem Rückweg nach Luoyang bringt und unser Tour-Guide noch zum Tempel der Weissen Pferde (auf chinesisch: Baimasi). Er ist der älteste buddhistische Tempel und soll 2000 Jahre alt sein, die heutige Anlage stammt jedoch aus der Ming-Dynastie (1368-1644).

Der Name des Tempels rührt von zwei indischen Buddhisten, die sich im Jahr 68 hier niederliessen. Sie wollten Schriften übersetzen, die sie auf zwei weissen Pferden (Schimmel heissen auf chinesisch Baima) mitgebracht hatten. Die Gräber der beiden befinden sich an den Seitenmauern des ersten Hofes.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Luoyang (und wohl die einzige in der Stadt selber) ist das Stadtmuseum. Es stellt archäologische Funde aus der 6000-jährigen Siedlungsgeschichte der Region aus.

Alle Fotos: Andrea Schmits.

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