Nach dem Aufenthalt in Yogyakarta (Tag 1 und Tag 2) hätten wir noch im nördlichen Dorf Kaliurang den aktive Vulkan Gunung Merapi besichtigen können. Am schönsten, so sagt man, sei er bei Sonnenaufgang. Dort oben herrscht aufgrund der höheren Lage ein kühleres Klima; er ist deshalb auch bei Einheimischen ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Seit dem Vulkanausbruch im Mai 2006 kann man in Kaliurang eine von Lava bedeckte Häusergruppe besichtigen.

Uns zieht es aber weiter in Richtung Osten. Wir befinden uns noch immer auf der Insel Java, eine der vier Grossen Sunda-Inseln der Republik Indonesien. Von Yogyakarta aus gelangt man per Bus, Zug oder Flieger nach Surabaya, der nächst grösseren Stadt. Die Stadt selber lädt zu einer Übernachtung ein, da man hier eine untouristische, indonesische Grossstadt erleben kann. Wir aber reisen gleich weiter nach Osten über Probolinggo nach Cemoro Lawang (siehe Vulkan-Symbol auf der Karte).


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Total surreal

Abends kommen wir in dem kleinen Ort an. Ein dichter Nebel hängt über dem Dorf. Vom Berg Bromo ist nichts zu sehen. Wir zweifeln alle daran, dass wir den Sonnenaufgang sehen werden. War alles umsonst? Nein, meint unser Reiseführer. Der Nebel sinke in der Nacht ins Tal. Schauen wir mal, ob sich die Fahrt bis hierher gelohnt hat.

Der Wecker klingelt um drei Uhr in der Früh. Als wir an die frische Luft kommen, ist es stockfinster. Wir fahren im Jeep los. Es geht hinuter ins Tal. Am Hang gegenüber geht es wieder hinauf. Nach gut einer halben Stunde kommen wir an, und während die Sonne langsam die Dämmerung einleitet, eröffnet sich uns ein wunderschöner Anblick über das Bromo-Tenggar-Massiv. Einerseits ist der junge und aktive Vulkan Bromo zu sehen (raucht auf dem Bild). Weiter hinten ist auch der Vulkan Semeru noch aktiv.

Der Nebel ist innerhalb der Bergkette gefangen, und daraus ragen die im Sonnenlicht wie gemalt scheinenden Vulkane. Je heller es wird, desto surrealer wirkt dieser Anblick. Die Fotos (zur Vergrösserung bitte anklicken) sind weder retouchiert, noch farblich verändert worden. Die Zeit stand bei diesem Anblick einfach still.

Als die Sonne schon hoch über dem Horizont steht, fahren wir hinunter in den Nebel. Die Landschaft ist von Vulkanausbrüchen geprägt. Die Erde ist schwarz, doch die Natur blüht bereits wieder dank dieses fruchtbaren Bodens. Als wir auf einem Plateau pausieren, hält sich der Nebel noch immer über uns. Die Stimmung ist einmalig.

Die Reise geht nun weiter entlang dem Vulkan-Gürtel auf Java in Richtung Osten bis hin zur Insel Bali. Noch einen Tag und dann können wir am Strand ausspannen.

Tagged: Archive, Indonesien, Reisetipps & Insider

Kommentare

  • Susi

    die bilder sind einfach fantastisch. die könnte ich mir gut als desktop hintergrund oder an meiner wand vorstellen =).

    12. April 2011 at 11:29
  • Inge von scuba-native Tauchreisen

    Auch von mir ein großes Kompliment für diese Bilder! Hab die Sache mit dem Desktop Hintergrund gewählt – in der macht sich das großartig :-
    Entweder du bist ein professioneller Fotograf oder ein unglaublich talentierter Amateur!
    Danke dafür!

    31. Oktober 2011 at 16:10

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