Seit langer Zeit schon spielte ich mit dem Gedanken, einmal die „Insel der Götter“ zu besuchen, um mir selbst ein Bild über Bali zu machen. Denn die Meinungen über die Insel im Indischen Ozean könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Einen schwärmen in höchsten Tönen von Bali und verbringen dort jedes Jahr ihre Ferien. Die Anderen erzählen, sie hätten am liebsten ihren Fuss gleich wieder ins Flugzeug gesetzt und wären zurückgeflogen. Um es vorweg zu nehmen: Ich gehöre zum Mittelmass. Mir hat Bali zwar sehr gut gefallen, doch jedes Jahr würde ich nicht hinfliegen (schon wegen der unendlich langen Anreise).

Unsere Tour führte uns kreuz und quer über die Insel. Da die Verkehrssituation mitunter sehr prekär sein kann, ist es empfehlenswert, einen Chauffeur und/oder Reiseleiter zu buchen. Fussgänger, Autos, LKW, Mofas, Velos, Hühner, Katzen und Hunde die Strassen (und zwar in allen Richtungen) bevölkern die Strassen, und die Beschilderungen sind sehr dürftig, so dass man sich als Ortsunkundiger zwangsläufig verirrt. Wir haben also einen Fahrer und einen Guide gebucht, die uns fast die gesamte Insel gezeigt und uns die hinduistische Religion und Kultur näher gebracht haben.


Gestartet sind wir im Süden der Insel, in Nusa Dua. Die ersten drei Tage verbrachten wir im „Nusa Dua Beach Hotel & Spa“. Das Meer auf der Ostseite der Insel ist im Gegensatz zur Westseite (Kuta, Legian, Seminyak) sehr ruhig und eignet sich auch bestens für Familienferien.

Schöner Ferienstart: mein Hotel in Nusa Dua. Foto: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)
Schöner Ferienstart: mein Hotel in Nusa Dua. Foto: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)

Etwa 40 Kilometer westlich von Nusa Dua liegt der idyllische Felsentempel Tanah Lot. Er ist einer der sechs Nationaltempel Balis und berühmt vor allem wegen seiner Lage: Bei Flut wird der Tempel umspült, bei Ebbe kann man ihn zu Fuss erreichen. Bevor man aber zum Tempel gelangt, muss man sich durch ein Heer von Strassenhändlern kämpfen. Mitunter sind diese recht schwierig „abzuschütteln“, doch meist genügt ein freundliches „No, thank you“.
Schön ist es, die Tempelanlage bei Sonnenuntergang zu besuchen, wenn sich die Pagoden tiefschwarz im Himmel abzeichnen. Eine Attraktion ist der kopfüberhängende Flughund, der mit Papayastückchen gefüttert werden kann. Natürlich wird dann eine kleine Spende von 2’000 Rupiah (etwa 20 Rappen) erwartet.

Für Bewegungsfreudige bietet sich die Wanderung von Kuta zum Tanah Lot an. Die Strandwanderung ist einfach, stellt jedoch einige Anforderungen an die Kondition, da für die 20 Kilometer etwa sechs bis acht Stunden eingerechnet werden müssen. Empfehlenswert ist es, am frühen Morgen aufzubrechen, da es sonst schnell zu heiss wird. Je weiter man von den Touristenzentren entfernt ist, desto ergiebiger ist gleichzeitig die Suche nach seltenen Muscheln und Seesternen. Baden ist an diesem Strandabschnitt jedoch recht gefährlich!

Wer sich etwas Luxus gönnen möchte, muss unbedingt im The Samaya logieren. Die 300 Quadratmeter grossen Villen verfügen über einen Garten mit herrlichem Pool und schöner Terrasse. Jeder Wunsch wird einem vom hauseigenen Butler von den Augen abgelesen, und die Abendessen direkt am Strand sind romantisch und exquisit. Der Nachteil dieses Strandabschnitts sind die teilweise meterhohen Wellen. Wer geruhsame Badeferien verbringen möchte, ist hier falsch. Für Wellenreiter hingegen und „Party Animals“ ist der Strand von Kuta bis Seminyak die richtige Wahl.
Vom Samaya lohnt sich ein Spaziergang in südlicher Richtung zum Legian oder Kuta Beach. Für feine Cocktails und Tapas empfehle ich das Blue Ocean Restaurant am Legian Beach. Wer gediegen dinieren will, sollte sich einen schönen Tisch im La Lucciola (direkt neben dem Samaya) reservieren. Die frischen Fische sind die Spezialität des Hauses.

Tagged: Archive, Indonesien, Reisetipps & Insider

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*