Der Norden Balis ist rauer als der Süden. Die Strände sind weniger sandig, die Gegend wird dominiert von Bergketten und dem noch aktiven Vulkan Batur. Nichtsdestotrotz lohnt sich die Reise dahin, auch wenn sie wegen der kurvigen Strassen ziemlich lange dauert.

Die mit 100’000 Einwohnern zweitgrösste Stadt auf Bali ist Singaraja. Bereits 1846 wurde sie von den Niederlanden kolonisiert, seit mindestens 1’000 Jahren liefen chinesische Dschunken ihren Hafen an. Das hat seine Spuren hinterlassen – die Architektur der Häuser und Tempel, die Tänze, die verschiedenen Ethnien; sie sind einzigartig auf Bali.

Lovina, in den 70er- und 80er-Jahren Geheimtipp für Hippies und Rucksacktouristen, rühmt sich einer Besonderheit: Hier kann man mit Delfinen schwimmen. Wer keine Lust auf touristische Attraktionen hat, kann Lovina aber getrost auslassen. Viel gibt es sonst nämlich nicht zu sehen.
Was man hingegen auf keinen Fall verpassen darf, ist Pura Ulun Danu Bratan. Der Tempel auf einer Insel im Bratan-See ist der Seegöttin Dewi Danu geweiht. Da hier häufig regnerisches Wetter herrscht, entstehen mystische Stimmungen: Plötzlich tauchen Tempeltürme aus dem Nebel, und ganz unverhofft erkennt man das Ufer des Bratan-Sees. Wunderschön!

Kintamani ist eines der beliebtesten Ziele für Bali-Reisende. Nicht wegen des Dorfes (Es wird zum grossen Parkplatz, wenn all die Reisebusse Halt machen, und die Strassenhändler können sehr aufdringlich sein!), sondern wegen des Ausblicks auf den Batur-See und den höchsten Berg Balis, den Gunung Agung. Der heilige Berg, 3142 Meter hoch, ist ein noch immer aktiver Vulkan und häufig von einer Nebelkrone eingehüllt.

Vulkanwelten um Kintamani. Alle Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)
Vulkanwelten um Kintamani. Alle Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)

Zum Schnorcheln und Tauchen fährt man am besten zur Menjangan-Insel. Sie gehört zum Tasman Nasional Bali Barat (Nationalpark) und bietet beste Unterwasserreviere. Ein Öko-Resort, das ich wärmstens empfehlen kann, ist das Waka Shorea. Es ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit im Nationalpark und nur per Boot erreichbar. Die zwölf Bungalows und zwei Villen sind so in die Landschaft eingebettet, dass man sie kaum wahrnimmt. Weit weg vom Alltag kann man sich hier bestens erholen. Es ist absolut ruhig, nur die Wellen unterbrechen die Stille, man kann vom Steg aus schnorcheln, gegessen wird bei Kerzenlicht direkt am Strand, am kleinen Swimmingpool trifft man ab und zu auch die Tiere, die hier leben: Affen, Wildschweine, Rehe. Es wird ein umfassendes Freizeitangebot offeriert: Von Tauchausflügen über Wanderungen bis hin zu Wellness-Behandlungen im eigenen Spa. Einziger Nachteil des Resorts: Es ist dermassen öko, dass sich im Bungalow auch Moskitos, Käfer und Ameisen sehr heimisch fühlen. Für Reisende mit hohen Ansprüchen ist das Waka Shorea deshalb nicht geeignet, für den Zelt- und Campingtyp aber ein kleines Paradies!

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