Die Inselmitte Balis hat ein ganz eigenes Gesicht. Hier befinden sich die grossflächigen Reisterrassen und der üppige Dschungel, wo Bäume mit einer Höhe von 40 Metern keine Seltenheit sind. Auch das Klima unterscheidet sich ganz stark vom restlichen Teil der Insel. Während es an den südlichen und nördlichen Küsten auch abends noch sehr heiss und schwül ist, kann es im Insel-Innern empfindlich kühl werden.

Mein Lieblingsort in dieser Gegend ist Ubud. Das schmucke Dorf mit 18’000 Einwohnern lebt ganz klar vom Tourismus. Da es in Ubud keine Taxis gibt, bieten Dutzende von Geschäftstüchtigen Privattransporte an. Auch hier gilt: Handeln! Am schönsten ist jedoch ein Bummel der Monkey Forest Road entlang. Die Hauptstrasse ist gesäumt von Galerien, Handwerksgeschäften, Shops mit Surf- und Beachwear, von kleinen Cafés und Restaurants. Empfehlen kann ich das „Three Monkeys“ (Foto), ein idyllisches Café mit Fischteich, Open-Air-Bereich, aufmerksamen Angestellten und sehr gutem Essen.

Für ein Nacht-Essen lohnt sich das Lotus Lane, das ebenfalls an der Monkey Forest Road liegt. Wir mussten recht lange auf unser Thai Curry warten, aber dafür hat es umso besser geschmeckt.

Im Informationszentrum bekommt man zwar keinen Stadtplan, dafür aber Tipps zu vielen Spas und Wellness-Oasen. Eine Freundin hat uns schon vor Abreise den „Verona Spa“ empfohlen. Den haben wir dann auch aufgesucht – und waren hell begeistert. Aus der „Menükarte“ entschieden wir uns für eine balinesische Massage, für Maniküre und Pediküre resp. für ein „Honey Cucumber Facial“. Da kann man sich für eine Stunde durchkneten und massieren lassen und bezahlt dafür umgerechnet etwa neun Franken. Herrlich! Es lohnt sich, im Voraus zu buchen, da der „Verona Spa“ offensichtlich beliebt ist und dadurch häufig weder Räume noch Mitarbeitende frei sind.

Genächtigt haben wir in zwei wirklich sehr, sehr schönen Hotels:
Nummer Eins war das „Alila Ubud“, ein Mitglied der „Design Hotels“. Es wurde im vergangenen Jahr – was nicht verwundert – zu einer der 25 schönsten Unterkünfte in Asien gewählt und verfügt über einen ebenfalls ausgezeichneten 25-Meter-Infinity-Pool. Hier, auf 800 Metern über dem Meeresspiegel, wird zudem noch sterneverdächtig gekocht. Und vom wunderschön angelegten Restaurant aus wandert der Blick über die Schlucht des Ayung-Flusses und hinein in den dichten Dschungel.

Unsere zweite Unterkunft wurde das Hotel „Ubud Hanging Gardens“, das nur wenige Fahrminuten vom „Alila“ entfernt liegt. Es gehört zur „Orient-Express“-Kette und bietet wirklich Luxus pur: Die Villen verfügen alle über einen Privatpool, eine grosse Terrasse und einen balinesischen Pavillon. Der ideale Ort, um einmal die Seele baumeln zu lassen. Highlight der mitten in den Dschungel eingebetteten Anlage ist der zweistöckige Pool mit Blick auf einen Tempel.

Ebenfalls einzigartig im „Ubud Hanging Gardens“ ist die Standseilbahn, die die grossen Distanzen zwischen dem Spa, der ganz unten im Flusstal liegt, und der Réception, die sich hoch oben auf dem Hügel befindet, überwindet. Auch hier zaubert der Küchenchef die tollsten Gerichte – ich bin überrascht, dass sich Herr Michelin noch nicht gemeldet hat…

Beide Hotels bieten Reisfeldwanderungen und Bike-Touren an. Gute Gelegenheiten, sich nach der Völlerei sportlich zu betätigen. Man kommt näher in den Kontakt mit der lokalen Bevölkerung und lernt viel über den Reisanbau. Nicht zuletzt sieht man halt immer viel mehr, wenn man zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs ist.

Auf der Reisfeldwanderung. Alle Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)
Auf der Reisfeldwanderung. Alle Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)

Tagged: Archive, Indonesien, Reisetipps & Insider

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