Für eine Bali-Reise sollte man sich unbedingt mit den lokalen Gepflogenheiten bekannt machen, auch wenn man nur einen Badeferien-Aufenhalt plant.

Die wichtigsten Regeln:

1. Bali ist ein Land des Lächelns. Wer aggressiv wird oder sich in der Öffentlichkeit streitet, verliert sein Gesicht. Auch als Reisende/r sollte man versuchen, bei Problemen im Hotel etc. ruhig zu verhandeln und immer freundlich zu bleiben.
2. Es ist verpönt, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.
3. Die linke Hand gilt als unrein, ebenso die Füsse. Also weder mit der linken Hand auf etwas zeigen, noch die Füsse auf einen Stuhl legen.
4. Bei Tempelbesuchen ist es zwingend, einen Sarong zu tragen. Manchmal ist es auch obligatorisch, eine Schärpe darüber zu binden. Dies gilt für Männer und Frauen.
5. Frauen, die ihre Periode haben, oder Menschen mit blutenden Verletzungen dürfen keine Tempel betreten, da Blut als rituelle Verunreinigung gilt.
6. Die wenigsten Preise sind fix. Es wird verlangt, dass man handelt. In den meisten Fällen macht der Verkäufer ein Angebot und tippt dieses in den Taschenrechner ein. Dann kann man als potentieller Käufer ein neues Angebot machen. Als Faustregel ist das neue Angebot etwa um die Hälfte günstiger. Indonesier finden es in Ordnung, wenn Touristen viel mehr bezahlen als Einheimische. Das kann jedoch manchmal recht anstrengend sein…

Wissenswert sind ausserdem folgende Punkte:

1. Bali ist 5600 Quadratkilometer gross – in der Ausdehnung von Norden nach Süden 95 Kilometer und von Ost nach West 145 Kilometer. Das klingt nach wenig, ist aber angesichts der dort herrschenden Verkehrssituation beträchtlich. So kann eine Fahrt von Kuta nach Singaraja gut und gerne drei Stunden dauern.
2. Indonesien kennt ein extrem scharfes Rauschgiftgesetz, theoretisch sieht es sogar die Todesstrafe vor. Selbst die Kenntnis darüber, dass andere Drogen konsumieren, ohne dass man die Polizei darüber ins Bild setzt, ist strafbar.
3. Das balinesische Neujahrsfest Nyepi findet im März statt. Es richtet sich nach dem Mondkalender und wird in einer Vollmondnacht begangen. Zunächst werden den Dämonen, um sie aus ihren Verstecken zu locken, aufwändige Opfergaben gebracht. Alle Balinesen sind dann auf der Strasse und sollen die bösen Geister mit Geschrei, Trommeln und Rasseln vertreiben. Am nächsten Tag wird gefastet, und niemand darf das Haus verlassen. Dies gilt auch für Touristen; man darf sich nur innerhalb der Hotelanlage bewegen. Wichtig vor allem, dass man für diesen Tag keine Flüge etc. bucht!
4. Bei der Ausreise muss man eine Flughafengebühr bezahlen. Diese beträgt (Stand heute) 150’000 indonesische Rupiah. Diese Gebühr kann nur in der lokalen Währung und nur in bar bezahlt werden. Also genügend Geld beiseite legen.
5. Es empfiehlt sich, immer genügend kleinen Noten (1000 Rupiah und 2000 Rupiah) bei sich zu tragen. Es ist unangenehm, auf einem Markt mit einer 100’000-Note zu bezahlen, auch wenn das umgerechnet nur zehn Schweizer Franken sind. Auch für Trinkgeld eignen sich kleinen Noten am besten.
6. Trinkgeld gibt man vor allem Kellnern und Hotelangestellten, ebenfalls bekommen Gepäckträger auf dem Flughafen etwa 2000 Rupiah pro Gepäckstück; Taxifahrer bekommen in der Regel kein Trinkgeld. Reiseleiter und Chauffeure haben meist nur ein kleines Fixum pro Monat und sind darum froh um ein grosszügigeres Trinkgeld.

Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)
Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)

Tagged: Archive, Indonesien, Reisetipps & Insider

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