„Ich verbringe die Ferien in Ischia“ – egal wem ich das vor meinen Ferien mitgeteilt habe (ausser den Italienern in meinem Freundeskreis), wusste niemand, wo oder was dieses Ischia eigentlich ist. Dabei ist Ischia – wie es eine italienische Freundin treffend bezeichnet hat – wie ein Stück vom Paradies und damit perfekt für einen Entspannungsurlaub!


Größere Kartenansicht

Die Insel Ischia ist 46,4 Quadratkilometer klein und hat nur rund 34 Kilometer Umfang. Sie liegt im Golf von Neapel, die Fahrt mit dem Schnellboot von Neapel nach Ischia dauert etwa 45 Minuten. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und sehr hügelig, auch wenn der höchste „Berg“ nur 789 Meter hoch ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Orten in Süditalien ist Ischia selbst im Hochsommer sehr grün, und durch das Klima wachsen (und schmecken!) Kulturpflanzen wie Wein, Tomaten und Zitronen aussergewöhnlich gut. Besonders die Zitronen in Ischia sind riesig (etwa wie Honigmelonen) – sicher ein Grund, wieso aus dieser Gegend der Zitronenlikör Limoncello stammt.


Die Uferpromenade in Ischia Porto. Alle Fotos: Andrea Schmits.

Der Hauptort ist Ischia Porto, der mit Ischia Ponte zusammenhängt. Von Porto aus starten die meisten Boote nach Neapel oder zu den nahegelegenen Inseln Procida und Capri, die sich für einen Tagesausflug oder auch für einen längeren Aufenthalt lohnen. Am Hafen ist aber auch abends viel los. Entlang dem Ufer reihen sich Restaurants aneinander, von denen aus man die Jachten und ihre illustren Besitzer beobachten und zuweilen wunderbar lästern kann.
Folgt man nach dem Essen dem Touristenstrom, gelangt man in eine Fussgängerzone Richtung Ischia Ponte. In der Corso Vittoria Colonna kann man gemütlich flanieren, die schicken Boutiquen bedienen aber eher den Geschmack und das Portemonnaie der Bootsbesitzer. Man darf sich auch nicht wundern, dass in den Schaufenstern bei 35 Grad auch Ski-Klamotten ausgestellt werden – gekoppelt mit einem Designerlabel stossen diese bei den oft russischen Millionären durchaus auf Anklang.

Am Ende der Flaniermeile liegt der Ortsteil Ischia Ponte. Seine Hauptattraktion ist das Castello Aragonese. Die ersten Teile der Aragoneserburg wurden im Jahr 474 v. Christus in den 112 Meter hohen Basaltfelsen vor der Küste gebaut. Seit 1441 verbindet ein fester Damm den Felsen mit der Insel. Zum Burgkomplex gehören auch mehrere Kirchen, von denen eine für Kunstaustellungen genutzt wird. Der Eintritt zum Castello kostet 10 Euro.

Am Strand in der Nähe, an der Via Pontano 15, befindet sich das Restaurant „Chalet Primavera“. Das Essen dort ist sehr gut, relativ günstig (Ischia gehört nicht gerade zu den billigsten Orten in Italien) und wurde uns von einem Einheimischen empfohlen. Zudem ist die Sicht von der Terrasse auf das Castello atemberaubend – wie dieses Foto beweist:

Tagged: Archive, Italien, Reisetipps & Insider

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*